Oberägypten. Sudan.
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bahnen wieder eine befriedigende Entwicklung ihres Verkehrs und seiner Erträgnisse, wie die nachfolgende Zusammenstellung für die Jahre 1910—1913 erkennen läßt. Das Anlagekapital wird mit rund 6 v. H. verzinst. Die kilometrischen Anlagekosten des Bahnnetzes belaufen sich für 1912 auf rund 232000^/6. Von den vollspurigen Bahnen sind 532 km doppelgleisig. — Wegen der umfangreichen Materialver- sendungen für die großen Dammbauten in Esneh und Assuan wird d r Umbau der kapspurigen Strecke (222 km) Luxor—Assuan—Schellal in europäische Vollspur in Erwägung gezogen.
Agy
p t i s c h e
Staatsbal
neu.
1910
1 1911
1912
1913
Anlagekapital £E .
25 648 719
26 093 077
26 703 405
27 291 943
Betriebslänge km
2340
2383
2383
2390
Roheinnahine £E .
3 400 000
3 691 000
3 913 700
3819000
Betriebsausgabe £K
1 973 000
2 031 000
2 276 000
2 190 000
Betriebszahl in v. 11.
58.0
55.02
58 15
57,35
Betriebsüberschuß JtE
1 427 000
1 660 000
1 637 700
1 629 000
Verzinst d. Anlagekap
mit
5,5 v. li.
6 36 v. 11.
6.13 v. II
5,97 v. H.
Uetorderle Rersonen .
25 727 000
27 941 150
28 776 280
28 573 705
Gütertonnen . . . .
5 553 051
6730716
6 863 147
6 521 976
Oberägypten und Sudan.
1. I)ie Sudanstaatsbahn Wadi-IIalfa--Khartum.
Diese Bahn dient zur Verlängerung des unterägyptischen Eisenbahnnetzes nach dem Süden und bezweckt die Verbindung des Sudans mit dem Nildelta. Ohne ihre Durchführung bis nach Khartum wäre England die Vernichtung des Mahdistcnreiches schwerlich gelungen; erst durch die; Bahn ist die englische Herrschaft in Oberägypten und Sudan endgültig sichergcstellt worden. Die Bahn verdankt also ihre Entstehung vorwiegend strategischen und politischen Gesichtspunkten und steht in bezug auf Schnelligkeit der Herstellung mit an vorderster Stelle.
Im Jahre 1875 begann Ismail I'ascha auf dem rechten Nilufer den Bau einer Stichbahn von Wadi-Halfa am zweiten Wasserfall nach Meta- meh, die die Nutzbarmachung des Niltals von Wadi-Halfa bis El-Debbe nahe bei Dongala gestattet. Dazu kam eine Eisenbahn durch die Steppe von Bayonda zur Vermeidung des Flußknics bei Abu-IIammed. Diese Arbeiten wurden auf etwa 200 km Länge hergestellt, bis ihnen Geldmangel und die mahdistischen Unruhen zunächst ein Ziel setzten. Sic wurden erst wieder aufgenommen, als die Engländer sich in Ägypten niederließen, bis der Fall Khartums und der Tod Gordons 1885 erneut den Abbruch der Arbeiten zur Folge hatte.
Erst als England 1896 mit Nachdruck die Unterdrückung der vom Mahdi angestifteten Unruhen aufnahm, wurden die Arbeiten, wesentlich aus strategischen Rücksichten, wieder begonnen, indem man den Vormarsch Kitcheners und seine Verbindung mit Alexandrien, die Grund-