demjenigen der afrikanischen Steppen messen können. Es fehlen im Westen der Strauss, alle Steppenkiebitze, die Trappen, die Laufhühnchen, Flughühner, die Störche ausser dem Schattenvogel (Scopus), die Flamingos, die Nackthalsfrankoline, clcr Sekretär, die Feldweihen, der Kuhvogel, der Lappenstar, die Kuhweber, die Steinsperlinge und die Lerchen ausser den Klappcrlerchen {Mi.rafra).
Dagegen sind für das westafrikanische Gebiet eigentümlich der Graupapagei, der Bananenfi esset (Musophaga), der Riesenturako ( Corylhaeol« ), der Brustlatzweber ( Mulimbus ), der Flaggenflügel (Marrodigfery.r),
tier- und Amphibienfauna von Westafrika derjenigen von Ostafrika sehr ähnlich. Es fehlen nur die eigentlichen Steppenformen, wie z. B. die Gürtelechsen; dafür haben wir eine echte Eidechse ( Lacerta echinata) , die sonderbare Kielschwanzechse ( Cophoscincm ), die Kehlfaltcn-Wurmechsc ( Monojwltis ), die Doppel- kielnattcrn ( Shnocephfdus und GonionotopJi'w) und die Würgnatter (Dipsadoboa). Unter den Käfern sind die grossen, prächtigen Goliathkäfer zu erwähnen, ferner riesige Cerambyciden, Lucaniden, Cctoniiclen und Dynastiden. Sjöstedt entdeckte in Kamerun eine Art von Termiten, welche airgefallene Blätter zerschneiden
Fig. 49. Beutel eichhörnchen, Petaurus papuanus. Nach dem Leben gezeichnet von Ann a Matscliie-IIe ld.
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die nacktköpfige Krähe ( Picafhaften gymnocepludus), welche aber in Kamerun noch nicht gefunden ist, und das schwarze Buschhuhn {Phaddus).
Viele ostafrikanische Vogelarten sind auch in Westafrika zu Hause; zahlreiche andere sind durch nahe verwandte Abarten vertreten.
Die übrigen Wirbeltiere und niederen Tiere von Togo und Kamerun.
Während aus Ostafrika nur eine Art der Krokodile bekannt ist, finden wir in Westafrika ausser diesem, dem allbekannten Keilschnauzen-Krokodil ( Croco- dilw nüoticus), noch zwei andere, das Langschnauzen- Krokodil (C. adaphracüus) und das Breitschnauzen- Krokodil (Osteohiemm tetrasrm). Sonst ist die Kriech-
und in ihre Bauten transportieren, wahrscheinlich um sie als Unterlage für die von ihnen kultivierten Pilzgärten zu verwenden. Wie Passarge nachwies, beeinflussen die Termiten durch Vernichtung der vegetabilischen Stoffe die Bildung von Humuserde, während die Regenwürmer die Humusbildung wieder durch Hereinziehen von Pflanzenteilen in die Erde befördern.
II. Deutsch-Neu-Guinea, Bismarck-Archipel, Salomons- und Marschall-Inseln.
Das Bild, welches uns die Tierwelt von Papuasien und Polynesien bietet, ist sehr eigenartig und ausserordentlich verschieden von demjenigen, welches sich uns in den deutschafrikanischen Schutzgebieten dar-