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Deutschland und seine Kolonien im Jahre 1896 : amtlicher Bericht über die Erste Deutsche Kolonial-Ausstellung / hrsg. von dem Arbeitsausschuss der Deutschen Kolonial-Ausstellung ... Red.: Gustav Meinecke ... Zeichn.: Rudolf Hellgrewe
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dem ein grosses Loch, das anscheinend durch Zu- Gemüt werden jedem unveigesslich sein, dei sie gesehen, sammenreissen von zwei oder drei ursprünglichen aber auch die zarten Frauen boten kein geringes Intei-

kleineren Durchbohrungen und Erweiterungen ent- esse. Im ganzen möchte ich nicht anstehen, die Leute

standen ist. für sehr typisch zu halten. Nur einer derselben, Mali,

Nicht gemessen, L-B.-Index um 77, L-H.-Index um schien mir etwas aus der Reihe zu gehen und durch

74, soweit bei dem dicken Haarpolster eine Messung allzu grosse Längenentwicklung ausgezeichnet zu sein,

nach der Photographie zuverlässig sein kann. ^ Besonders seine Aimlänge, die mit 885 mm die Länge,

No. 40. Eva da Costa, $, aus Mogambique. auf welche der französische Stangenzirkel eingerichtet

Im Anschluss an die Wasswahili der Ausstellung sei ist, noch um 15 mm übertrifft, sowie seine Klafterweite

hier auch diese junge Dame erwähnt, die in der un- (2020 mm oder 113 Prozent seiner Körperlänge) scheinen mittelbaren Nähe der Tembe eine Wirtschaft leitete, TJ_mir schon als individuelle Uebertreibungen des richtigen Ich habe sie nicht gemessen, möchte aber hier doch .^Massai -1 ypus beti achtet werden zu müssen.

Maschärifa, Sswahili-Frau aus Lindi.

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hervorheben, dass ihre mittleren Schneidezähne im Oberkiefer in derselben Weise deformiert sind, die ich oben S. 210 u. s. f. bei den Togo-Leuten erwähnt habe, also 1 _} l^J-förmig, durch Abmeisseln der inneren Ecken.

(Siehe die hierzu gehörige gegenüberstehende Tabelle.)

E.

Massai.

Eine ganz überaus erfreuliche und schöne Gesell­schaft. Acht Männer, fünf Frauen und vier Jungen, alles ausgesucht prächtige Menschen und, was den wissen­schaftlichen Wert angeht, zweifellos der Glanzpunkt der ganzen Ausstellung. Mäli, Yagönd, Ramea und Lassinett sollen Brüder sein, Söhne desselben Vaters und der­selben Mutter; ebenso sind Yondra und Kiwerra Schwestern. Nur eine Frau ist vom Loita-Stamme; alle übrigen sechzehn sind von Moschi. Die grossen, schlan­ken Kriegergestalten mit dem kindlich liebenswürdigen

No. 1. Lindokai, cT, Massai aus Moschi, um 20 Jahre; (vergl. die Photographie b. auf Tafel XV) anscheinend nicht ganz erwachsen, besonders schlank und behend; aber Spitzenkatarrh und schlecht genährt. Haut rötlich-braun, Nase und Backen viel heller, Schenkel sehr dunkel rötlich-braun. Iris sehr dunkelbraun, Sklera rein weiss, Bindehaut farblos. Augen mandelförmig, schräg. Haare fast schwarz, weich, kraus mit einzelnen Spiralen.

Kopf lang, mässig schmal und hoch. Hinterhaupt wenig ausladend. Gesicht sehr schmal, spitz-oval, kaum prognath. Stirne mässig hoch, gerade, schmal, kiel­förmig, kaum gewölbt. Wangenbeine angelegt. Nasen­wurzel mässig breit, niedrig; Rücken gerade; Septum lang, dünn; Flügel dünn; Löcher ausgesprochen schmal. Unterlippe etwas voll und wulstig. Im Unterkiefer fehlen die beiden mittleren Schneidezähne (»mit einem Messer ausgehebelt«, wie bei den Angehörigen fast aller Massai-Stämme); das übrige Gebiss intakt, schlecht gepflegt. Beide Ohrläppchen durch eine schwere Eisenspirale mit kleinen Kettchen weit ausgedehnt

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