Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1910) Togo, Südwestafrika, Schutzgebiete in der Südsee und Kiautschougebiet / hrsg. von Hans Meyer
Entstehung
Seite
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zzy Die Schutzgebiete in der Südsee.

von 1905, ferner das Nachlassen der Ausfuhr von Trepang und derjenigen von Schildpatt aus den Ostkarolinen. Die Ostkarolinen liefern mehr Schildpatt, die Westkarolinen mehr Trepang.

Der Verkehr mit den Karolinen wird durch die Dampfer der Jaluitgesellschaft aufrechterhalten, die dreimal jährlich von Hongkong über Palau, Jap, Saipcm, Truk, Ponape, Kusaie, Jaluit und Nauru nach Sydney und zurück fahren, außerdem durch Segelschiffe, doch kommen für die Koralleninseln fast nur Segelschiffe in Betracht. Im Jahre 1908 verkehrten in den Häfen der vier großen Karolinen 122 Schiffe mit 60,269 Tonnen Gehalt, worüber folgende Tabelle Auskunft gibt j12, 1003/00: 13, 43, 44Z:

Dampfer Segler Zusammen Tonnengchalt Prozent (Tonnen)

Kusaie..... 14 14 10062 16,s

Ponape .... 33 13 46 28091 46,8

Truk..... 22 8 30 15730 26,1

Jap...... 20 12 32 6386 10,s

Zusammen: 89 33 122 60269 100,o

Unter diesen Schiffen sind jedoch deutsche Kriegsschiffe und Regierungsdampfer, so daß sowohl die Zahl wie auch der Tonnengehalt der Handelsschiffe bedeutend geringer ist, als obige Zahlen angeben.

2. Ais einzelnen InseLn.

a.) Die östlichen Karolinen.

Kusaie (Kuseie, Kussai, Kussiu, Ualcm, Walang, Amo, Teyoa, Experiment, Armstrong, Strong, Hope) ist die östlichste der vier hohen Karolinen. Sie liegt in 5° 15' bis 5» 23'nördl. Br. und 162° 58' bis 163° 6' östl. L. und bedeckt 110 ^ Fläche, noch nicht den dritten Teil derjenigen von Ponape; in ostwestlicher Richtung erreicht sie eine größte Ausdehnung von etwa 15, in nordsüdlicher von etwa 12^2 Kin. Kusaie besteht aus Basalt; mächtige basaltische Lavaströme mit scharfkantigen Blöcken schieben sich zum Meer hinab und geben mit Korallenblöcken zusammen der Küste ein wildzerrissenes Ansehen. Im Innern bildet der Basalt nach von Kittlitz' Beschreibung hohe, meist in spitze Hörner aus­laufende Bergformen s48j. Die höchste Spitze, der Fenkol oder Crozierberg, mit 657 m Höhe, liegt ziemlich in der Mitte der Insel, doch kommen ihm im Norden der Buacheberg mit 582, im Südwesten der Eselsohrenberg mit 467 in Höhe nahe. Im Streichen der Berge scheint die Richtung Ostsüdost bis Westnordwest vorzuherrschen. Wenigstens verfolgt diese der in deu Hafen La Coquille mündende Bach südlich des Bucicheberges und der gegen Ostsüd- osten in den Lölö- oder Chabrolhafen fallende; beide in einer die Insel durchquerenden Senke. Bolkens s85j bemerkt, daß das Gebirge von Kusaie gegenüber der Insel Lölö in einem Halbkreis von der Küste zurücktritt und sich zwischen dem Crozier- und dem Buache- berge so stark erniedrigt, daß eine paßartige Senke an dieser Stelle hinüberführt. Vor dem Halbkreis der Berge breitet sich eine von zwei Bächen durchströmte, fruchtbare Alluvial­ebene aus. In den Süden Kusaies greift der Utwa- oder Lottinhafen ein, zu dem eine Lücke des die ganze Insel umgebenden Riffes die Einfahrt gestattet. Im allgemeinen ist das Korallenriff der Küste sehr dicht angelagert, so daß keiue breite gute Wasserstraße ent­steht wie um Ponape. Die nördlichen Teile des Riffes sind inselleer, die südlichen mit