7. Das Damamlnnd,
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Damaralandes in folgenden Punkten: die Frühlingsregen setzen kräftiger und nach Norden hin mit erfreulich wachsender Regelmäßigkeit ein. Je mehr wir uns vom Wendekreis dein Äquator nähern, desto früher erreicht ja im Frühling der Südhalbkugel die Sonne ihren höchsten Stand und treibt, ohne die Wirkung des zweiten Zenitstandes voll abzuwarten, schon im November und Dezember die Luft über dem erhitzten Boden in solche Höhen, daß sie ihren Wasserdampf zu wirksamen Regen verdichtet. Es tritt ferner im Norden das Maximum der Sommerregen im allgemeinen schon im Frühsommer ein. Wo es sich mehr dem Herbst nähert, wird diese Verspätung bei der größeren Ergiebig- -V' °"' ^ keit der vorhergehenden Regenmonate jedenfalls weniger hart als im Süden des Schutzgebietes empfunden; sie wirkt zudem, wo die Winterregen nordwärts immer mehr verschwinden, auf eine Verkürzung der Trockenzeit hin.
Ein letzter Vorzug der Niederschlagsverhältnisse des Damaralandes, überhaupt des gesamten Nordens unserer Kolonie, ist, daß die Schwankungen der Regenmengen von einem Jahr zum anderen beträchtlich kleiner sind als im Süden; sie sind auch ohnedies bei dem allgemein größeren Regenreichtum weniger empfindlich als dort, wo bittere Not so dicht an der Norm selbst schon liegt.
Alle diese klimatischen Vorzüge fallen für die Lebewelt des Damaralandes entscheidend ins Gewicht. Sie haben dem Wirtschaftsleben der Eingebornen den Stempel aufgedrückt, auf unermeßlichen
Weidefeldern ein Hirtenleben aufblühen lassen, wie es materiell reicher und im Seelenleben der Eingebornen charakteristischer gespiegelt in ganz Südafrika nicht wiederzufinden ist.
0. Die Herero (Tafel 14),
grammatisch richtiger mit dem Pluralpräfix der ersten Substantivklasse ihrer Sprache Ova- Herero genannt, lassen sich als ein Glied der großen Völkerfamilie der Bantu körperlich sowohl als in ihrem Geistesleben, wie es sich am greifbarsten in ihrer Sprache ausdrückt, ganz im Gegensatz zu der isolierten Stellung der Namarasse, ohne allzu weitgehende Hvpvihesen an die Stämme ihrer Nachbargebiete anschließen. Die Herero s16. 28. 29. 49. 58. 62. 64. 82. 87^ sind in ihrer Sprache den Stämmen im südlichen Kongobecken und Angola verwandt.
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