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Deutsch-Ostafrika : Geographie und Geschichte der Colonie ; mit 1 Karte von Deutsch-Ostafrika / von Brix Förster
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Useguha.

auf und überkriechen derart die verborgensten Kleidungsstücke des Reisenden, daß Nacktheit und Flucht als die einzige Ret­tung erscheinen.

Die einzelnen Landschaften nnd ihre Bevölkerung.

Useguha mit Udoe und Ukwere.

Die Grenzen der auf der Karte eingetragenen Landschaften können absolut keinen Anspruch auf Exaktheit machen, denn sie sind nicht durch politische Verhältnisse geschaffen, sondern von den jeweiligen Reisenden als der Umfang einer annähernd einheitlichen Bevölkerung bezeichnet worden, und zwar entweder nach eigener Erfahrung oder auf Grund von Erkundigungen. Die Bevölkerung selbst aber ist, namentlich an den Grenz­gebieten, stark sluctuirend, und was vor zehn Jahren voll­kommen correct angegeben wurde, kann heutzutage in demselben Maße ungültig sein.

Useguha, also das Land, in welchem die Waseguha wohnen, greift mit seiner Nordgrenze über den Pangani hinüber bis zum Fuß des Usambara-Gebirges; die Westgrenze liegt vor dem Ostrand der Nguru-Berge, dessen ungefähre Lage wol in der Nähe des 38. Längengrades gesucht werden muß, aber keineswegs sichergestellt ist.

Von Kidudwe, dem südöstlichen Eckpunkt von Nguru, ver­läuft vermuthlich die Grenze in einem kurzen westlichen Bogen zum Fluß Gerengere, auf dessen südlicher Seite die Bergland­schaft Ukami sich erhebt. Die Gegend von Msuwa und die Bezirke von Ukwere und Udoe, an das Thal des Kingani herantretend, trennen im Süden und Südosten Useguha von Usaramo.

Die Küste Usegnhas vom Pangani bis zum Kingani bildet ein Stück jener flachen Niederung, welche von Mombas bis zum Rufidschi gleichmäßig mit dem Namen Mrima bezeichnet