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Deutsch-Ostafrika : Geographie und Geschichte der Colonie ; mit 1 Karte von Deutsch-Ostafrika / von Brix Förster
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Das Wami-Gebiet.

Zur Zeit können in dem fraglichen Gebiete mit der Aus­sicht auf baldigen Ertrag nur Stationen errichtet werden, welche bezwecken, das Wild zu erlegen und die gewonnenen Häute als Handelsartikel zu verwerthen. Der Transport nach der Küste ließe sich durch Verwendung der Masai-Esel und Ochsen erleichtern. Den Elfenbeinhandel hier an der Quelle auf eigene Kosten zu betreiben, erscheint verlockend; die Er­fahrung in andern ebenso günstig gelegenen Plätzen hat aber gelehrt, daß kein Europäer im stände ist, so billig und geschickt Elefantenzähne zu kaufen, wie der mit den Verhältnissen auf das genaueste vertraute Araber und Suaheli.

Aas Waini-Oebiet mit Mseguha, Mguru und Hlsagara.

Allgemeine Gestaltung.

Das Land vom Pangani bis zum Kingani hebt sich von dem durchschnittlich 10 Irrn breiten, niedrigen Küstenstreifen von Ost nach West mit einer Zunge zwischen Wami und Verengere in zwei Terrassen zu einer durchschnittlichen Höhe von 500 in empor. Auf der zweiten Terrasse fußt die Gebirgsmasse von Nguru und Usagara.

Die erste Terrasse ist im Norden vom Thale des Pangani und im Süden von jenem des (Verengere und des Kingani begrenzt. Ihre westliche Grenze zieht sich von dem Pangani- Ufer, gegenüber der Mündung des Luengera, in fast direct südlicher Richtung über Konde nach Mbusine und wendet sich von hier, dem Wami-Makata stromaufwärts bis zur Mündung des Miombo folgend, mit einer Schleife nach Süden, rückwärts über Kisukara nach dem Oberlauf des Verengere. Sie steigt von der Küstenniederung rasch zu 250 m, dann ganz allmählich