lung, 2 Bekleidungsdepots, 1 Sanitätsamt, 2 Sanitätsdiepots, 4 Proviantämtern, 2 Pferdedepots, 2 Garnison- und Bauverwaltungen, 3 Lazaretten, der Intendantur, 2 Artillerie- und Traindepots und einem Kamelgestüt 78 . Seit 1912 79 hat die Schutztruppe eine Stärke von 1970 Mann. Von diesen sind 90 Offiziere, 20 Sanitätsoffiziere, 9 Veterinäroffiziere, 22 Oberbeamte, 16 Unterbeamte, 369 Unteroffiziere und 1444 Mannschaften 80 .
c) Besonderheiten für Kiautschou.
Die Besatzung Kiautschous wird von einem Teil der Kriegsmarine gebildet. Die Mannschaften müssen sich auf drei Jahre verpflichten. Sie werden kurze Zeit beim III. Stammseebataillon in Wilhelmshafen ausgebildet und alsdann zu dem III. Seebataillon 81 nach Kiautschou geschickt. Dasselbe besteht aus fünf Kompagnien, wovon eine beritten ist, und einer Marinefeldbatterie. Außerdem gibt es noch eine Abteilung Matrosenartillerie mit vier Kompagnien. Die ganze Besatzung beträgt 89 Offiziere und Aerzte und 2519 Unteroffiziere und Mannschaften 82 . Da die Besatzung Kiautschous zur Kriegsmarine gehört, galten für sie die Militärstrafgesetze ursprünglich ohne weiteres. Abänderungen konnte daher nur ein Reichsgesetz, nicht aber eine Kaiserliche Verordnung treffen. Dieses Gesetz erging am 25. Juni 1900 83
78. Beilage zum Deutschen Armee-Blatt vom 4. 2. 1912. Ferner noch das Bezirkskommando mit 9 Meldeämtern.
79. Kol. Zeit. 1912 S. 115' Beilage zum ..Deutschen-Armee- Blatt‘ vom 5. Mai 1912, daselbst Standorte.
80. Vgl. „Berliner Lokalanzeiger“, Abendausgabe vom 18. 3. 1912. Außerdem sind bei der Schutztruppe 589 farbige Hilfskräfte (Kol. Zeit. 1912 S. 666).
81. Zum III. Seebataillon gehört auch das ostasiatische Marine- Detachement in Peking/ iund Tientsin.
82. Nauticus, Jahrg. 1912 S. 667.
83. RGBl. S. 304.