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Die Wirtschaftstätigkeit der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft in den Jahren 1887-91 und ihre wichtigsten Voraussetzungen / von Bruno Kurtze
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Jahre und bezog sich auf die Gegend zwischen dem 35. und 32. Grad östlicher Länge und dem 5. Grad südlicher Breite und der Nordgrenze der deutschen Interessensphäre. Man glaubte dort die sagenhaften Salpeterlager zu finden und machte mehrmals An­sätze zur Erkundung; es kam jedoch nicht dazu, geschweige zur Ausbeutung, und schließlich geriet die Konzession in Vergessenheit.

b) Verkehrspolitik.

Schon unter Baron v. Gravenreuth, dem Vertreter des Dr. Peters in der Führung der ostafrikanischen Geschäfte, war die Eisenbahnexplorationsexpedition aus dem Innern zurückgenommen und beauftragt worden, die Ergebnisse ihrer Arbeiten in Baga- moyo zusammenzustellen. Unter Konsul Vohsen wurde sie gänz­lich mit der Begründung aufgehoben, daß sie den »Zwecken der Gesellschaft nicht mehr entspreche«, was doch wohl bedeutet, daß die beabsichtigte Pflege von Handelsfaktoreien an der Küste, so­wie die Übernahme der Zollverwaltung und die landwirtschaft­lichen Unternehmungen in dem geplanten bescheidenen Umfange eine Erschließung des Landes durch moderne Verkehrswege über­flüssig mache. Aus den Mitgliedern der Expedition bildete man ein technisches Bureau, dem die Vermessungsarbeit und die Ab­schätzung und Herstellung von Gebäuden übertragen wurde.

Einzig für die Verbindung Zanzibars mit der Küste besaß die DO AG den Dampfer »Jühlke«. Die steigenden Ansprüche des Verkehrs in den Tagen der Vorbereitung der Zollübernahme führten zur Anforderung eines besonderen Zolldampfers, der wohl auch eingetroffen wäre, wenn die Ereignisse nicht jede Bemühung in der angegebenen Richtung überflüssig gemacht hätten.

Est nach Niederwerfung des Aufstandes trat eine neue Ver­kehrspolitik zögernd in die Erscheinung. Dr. Baumann, der mit einer Exploration des Küstengebietes zwischen Daressalam und der Nordgrenze beauftragt war, erhielt unter anderem die Order, Erkundungen für die Anlage einer fahrbaren Straße von Tanga durch Bonde'i nach Usambara anzustellen (spätere Usambarabahn) und eine geeignete Trace für eine Straße von Daressalam in die Puguberge festzulegen. Soweit sich diese Aufträge auf Bahnen beziehen, lassen sie erkennen, daß man nach dem Aufstand dem System der Stichbahnen huldigte. Daneben glaubte man freilich noch immer, den Verkehr auf den Wasserstraßen ausbauen zu können. Die Untersuchungen Dr. Baumanns über Schiffbarkeit und Flößbarkeit der nördlichen Küstenflüsse zeitigten aber ein