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ergreifung wahrscheinlich noch 1 ). Von den ca. 30%' waren (1869 bis 1871)
Nelken nebst Nelkenstengeln 12%, Sesamsaat g %,
Kopra nebst Kokosöl 6%, Rohrzucker 1 %
der Gesamtausfuhr. Nicht also, wie das im Somalilande und im Gebiete der Witugesellschaft der Fall war, arbeitete die agrarische Exportproduktion für den Lebensmittelbedarf, sondern erzeugte hochwertige Genußmittel, Rohstoffe für die industrielle Produktion und sogar auch Halbfabrikate, wenn auch in bescheidenem Umfang. Darin offenbart sich freilich weniger Intelligenz und Rührigkeit der Bewohner, als die Natur des Landes. Gerade in der Nelkenproduktion besaßen und besitzen Pemba und Zanzibar mit einigen kleinen hinterindischen Inseln, die ihre ■ Nelkenbäume aus der Zeit der holländischen Kompagnie herübergerettet haben, ein natürliches Monopol.
2. Zanzibar als Handelsstaat.
Zanzibar war nun seit 1840 in'stärkerem Masse das Arbeitsfeld indischer, amerikanischer und europäischer Kaufleute geworden. Das erste amerikanische Handelsschiff hatte Zanzibar im Jahre 1830 angelaufen. Es fand arme Araber, die weder Waren kaufen, noch auch nur eintauschen konnten. Auch an der Küste des Festlandes fand sich keine Gelegenheit, eine Ladung einzunehmen. Der Handel mit Sklaven nach dem Persischen Golf und Bourbon allein war im Schwung. Günstigeres konnte auch der Befehlshaber eines englischen Schiffes im Jahre 1834 nicht berichten 2 ). Im Jahre 1833 hatten nur erst 13 fremde Handelsschiffe Zanzibar angelaufen, von denen 9 amerikanische und 4 englische waren. Am 21. September 1833 schloß Amerika einen Freundschafts- und Handelsvertrag mit Zanzibar, am 31. Mai 1839 England; der englische wurde jedoch erst 1848 ratifiziert. Dann folgte Frankreich mit der Unterzeichnung eines bereits 1844 verabredeten Vertrages im Jahre 1846 und 1859 die deutschen Hansestädte, deren Abmachung später auf das Deutsche Reich überging 3 ). Inzwischen hatte auch die friedliche Invasion der Inder größere Dimensionen
1 ) Laves im »Export«, Organ des Centraivereins für Handelsgeographie usw., mitgeteilt in der Kolonial-Politischen Korrespondenz, 3. Jahrg. 1887, Nr. 24., S. 185 ff.
2 ) Bericht des brit. Konsuls.
3 ) Lyne, a. a. O., S. 33ff.