Teil eines Werkes 
A (1895) Grundzüge der Pflanzenverbreitung in Deutsch-Ost-Afrika und den Nachbargebieten
Entstehung
Seite
117
Einzelbild herunterladen
 

I

7

der ostindischen Pinus excelsa, P. longifolia und P. Merkusii. der beiden letzteren jedoch nur in Lagen mit grösserer Luftfeuchtigkeit.

Auf den Feldern finden sich einestheils dieselben Unkräuter, welche im Küstenland oder im Vorland auftreten, aber auch manche andere; so in Hoch- usambara: Setaria g 1 auca, Op 1 ismenus compositus; Oxygonum sinuatuni, überall verbreitet; Crambe hispanica, Erucastrum leptopetalum, Oxalis corniculata, Hibiscus surattensis, Dichrocephala chrysanthemifolia, Bielens pilosus, Gynura crepidioides, Sonchus oleraceus, S. Schwein- furthii. In grossen Massen treten oft auf Fimbristylis hispidula und Diodia maritima; auch Gnaphalium luteo-album, das sich in fast allen Erd- theilen als Unkraut leicht einbürgert, findet sich neben dem aus der nächsten Umgebung stammenden Helichrysum foetidum; Chenopodium foetidum kommt namentlich an Wassergräben vor.

ln den vernachlässigten Bananenschamben Usambaras wurden namentlich folgende Arten gefunden: Panicum leersioides, Sporobolus capensis, Andropogon Sorghum, Eragrostis macilenta, Gloriosa virescens, Crotalaria incana, Vigna membranacea, Polygala Stanleyana, Clero- clendron rotunclifolium, Justicia Anselliana, Momordica cissoides, Gutenbergia cordifolia, Siegesbeckia orientalis.

VIII. Die Hochgebirgswälder oder Hochwälder über 1700 m.

Die Hochwälder Ostafrikas haben zwar untereinander viele Arten gemein, namentlich solche, welche auch in den Hochwäldern Abyssiniens angetroffen werden; aber die einzelnen Hochwaldgebiete sind in so verschiedener Weise durchforscht, dass sie am besten getrennt behandelt werden.

Villa. Die Hochwälder Usambaras.

Flohst hat dieselben nur wenig erforschen können, da er auf seinen Märschen nur kurze Zeit sich in denselben aufhielt; doch sind bis jetzt seine Notizen und seine Sammlungen die einzige Grundlage für die botanische Kennt- niss der Hochwälder von Usambara. Bei der Bearbeitung seiner Sammlungen musste berücksichtigt werden, dass er selbst auch den Gebirgsbusch als Hochwald be­zeichnet hatte. Der letztere ist aber in Ostafrika erst oberhalb 1700 m, meist erst um 1900 m anzutreffen. Im Kwambuguland und im Gebiet von Mbalu erheben sich über das Weideland einzelne Gipfel, von denen der Magamba etwa 2000 m Höhe hat. Diese Gipfel sind bewaldet, und zwar im Mbaluland vorzugsweise durch Juniperus procera, von welchem 3050 m hohe, mitunter am Stamm 2,5 m Du'rchmesser zeigende Exemplare zu Hunderten und Tausenden beisammen stehen. Hin und wieder dem Juniperus beigefügt ist Podocarpus falcata, während unterhalb des Juniperus an den Abhängen Olea chrysophylla dichte Bestände bildet. Am Rande dieser Wälder und auf den Wiesen leuchtet Tarchonanthus camphoratus durch sein silbergraues Laub; und vereinzelt findet sich auch auf den Wiesen in der Nähe des Hochgebirgswaldes Agauria salicifolia; darauf parasitisch, in grossen mächtigen Büschen: Loranthus erectus; ferner epiphyti'sch Listrostachys tenuifolia (zuerst von Herrn Prof. Kränzlin als Angrecum Schweinfurthianum bestimmt und als solches in der Abhandl. über die Glied, d. Veg. von Usamb. erwähnt). Da ausser diesen beiden Arten im Hochwald Usambaras nur noch Viscum tuber-