Teil eines Werkes 
A (1895) Grundzüge der Pflanzenverbreitung in Deutsch-Ost-Afrika und den Nachbargebieten
Entstehung
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gehoben werden. Ausser den bereits von den Eingeborenen angebauten Kultur­pflanzen dürften gedeihen:

a) im unteren Tropenwald: Oelpalme, Raphiapalme, Ananas, Jackbaum, Brotfruchtbaum, Orangen, Limonen, Mombisspflaume, Mangostana. Melonenbaum, Telfairia, Luffah Kaffee, Kolanuss, Cacao, Kar­damom, Malagettapfeffer, Ingwer, Curcuma, Vanille, Aschantipfeffer, Betelpfeffer, schwarzer Pfeffer, Zimmt. Coca, Guttaperchabäume, sofern es gelingt, solche zu bekommen. Gummibaum (Ficus elastica).

b) im oberen Tropenwald: Bessere Bananensorten, Orangen,

Limonen, lelfairia, Luffah Thee, Malagettapfeffer, Vanille Coca, Chinarindenbäume Ramie (Boehmeria nivea).

Mit der Möglichkeit der Kultur ist aber noch nicht die Garantie für einen Gewinn aus der Kultur gegeben. Die hierbei in Betracht kommenden P'aktoren in Erwägung zu ziehen, muss den Produzenten und den mit den Handels­verhältnissen vertrauten Beamten der Gouvernements überlassen bleiben. Ein sicherer Ertrag ist zunächst aus ausgedehnter und verbesserter Kultur derjenigen Pflanzen zu erzielen, welche bereits in Ostafrika gedeihen, deren Produkte aber doch noch aus Indien und anderswoher eingeführt werden. Ferner wird man gut thun, die einheimischen Arten, welche einen Ertrag versprechen, wie z. B. die kautschukhaltigen Ficus-Arten und die Kautschuklianen in Kultur zu nehmen.

VII. Die Buschformationen und offenen Formationen des Gebirgs- landes oberhalb des Gebirgstropenwaldes, des Gebirgssteppen- waldes (Mischwaldes) und der Steppenformationen bis zur Hoch­waldformation (durchschnittlich von 1400 bis 1900 m).

Oberhalb des Gebirgstropenwaldes, der in den der Küste näher liegenden, 1200 m übersteigenden Gebirgen Ostafrikas unter dem Einfluss der Regen und Nebel bringenden Seewinde sich entwickelt, oberhalb der Steppenformationen, welche stellenweise noch bis zu 1400 und 1500 111 Höhe hinaufreichen und unterhalb der Hochwälder, welche in Usambara und am Kilimandscharo in der Regel erst um 1900 m, der unteren Grenze der täglichen Cumulusbänke, be­ginnen, finden sich einerseits mehr oder weniger dichte Buschbestände mit einzelnen grösseren Bäumen, durch einzelne ihrer Bestandtheile an den oberen Tropenwald erinnernd, durch die Mehrzahl ihrer Gehölze und ihre Krautflora aber von demselben verschieden und unterbrochen von der secundären Formation des Adlerfarns, andererseits feuchtes oder trockeneres Wiesenland, hier und da auch fast nackter Fels mit nur wenigen Siphonogamen. Der grösste Theil Iloch- Usambaras westlich vom Luengera gehört dieser Region an, in welcher reichliche Nebelbildung und kühle Luft eine Vegetation aufkommen lassen, die erheblich von derjenigen der bisher betrachteten Formationen verschieden ist. Wenn auch vielfach die Gattungen der unteren Buschformationen hier oben wiederkehren, so sind doch die Arten meistens andere. In noch viel höherem Grade, als in den Formationen von IIV, tritt in dieser Region die Uebereinstimmung mit der Flora Abyssiniens, und zwar mit derjenigen der Woena Dega, sowie mit der des Kilimandscharo, ferner auch einige Verwandtschaft mit jener Natals und des östlichen Kaplandes hervor. In Hoch-Usambara, wo die Plateaus und

Ostafrika V, Pflanzenwelt A.

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