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Labiate Aeolanthus Holstii, prachtvolle, dichte, von rothen Blüthen bedeckte Polster bildend.
In Felsritzen sitzen fest: Pentas longituba, die durch 1,5 dm lange Blüthen vor ihren Verwandten ausgezeichnet ist, und Anisopappus africanus.
Von Flechten wurden an Felsen folgende Arten aufgefunden: Parmelia conspersa var. hypoleia, P. adpressa var. stenophylloides; Placodium lanuginosum; Lecanora flavo-ochracea; Diploschistes scruposus; Buellia stellulata, B. spuria, B. diplotommoides, B. subimmersa; Le- cidea angolensis.
VIIb. Weideland der Hochplateaus und der Abhänge,
VIIb a. Trockeneres Wiesenland.
Trockeneres Wiesenland mit Vorherrschen der Gramineen, findet sich z. B. bei Kwa-Mshusa, Lutindi und im Kwambuguland. In mehrfacher Beziehung schliesst sich dieses Wiesenland an die Grassteppen an; aber mit den auch in den Grassteppen vertretenen Arten mischen sich viele, welche in den unteren Regionen fehlen und in anderen Gebirgsländern Ostafrikas und Abyssiniens ebenfalls Vorkommen. Andropogon exothecus ist stellenweise das Hauptgras; dazu kommen A. rufus, A. Schimperi, alle durchschnittlich 0,75 — 1 m hoch, A. Schoenanthus (Va, Vb), hier kaum halb so hoch, als in dem fruchtbaren Vorland, Elionurus argenteus, Panicum serratum (Tricholaena abbre- v.iata K. Sch. in Engler, Gliederung d. Veg. von Usambara), kleine Komplexe bildend, Pennisetum nubicum, Aristida adoensis (VII da), bis 1 m hoch; Eragrostis chalcantha var. Holstii (Va, VII dß); E. laxissima, Setaria aurea (II h, lila, Va, VII dß), S. viridis; Eleusine indica, auf rothem Lehmboden oft allein herrschend. Hypoxis angustifolia (bei Lutindi), Aristea alata, Gladiolus Quartinianus, Tritonia aurea, südwärts bis Natal verbreitet, sind die die Wiesen schmückenden Liliifloren; Silene Bur- chellii, auf fruchtbarem Boden (bei Mlalo) und Linum gallicum var. Holstii, Orobanche minor und Scabiosa Columbaria, bis 1 m hoch, erwecken Erinnerungen an die Mediterranflora. Crotalaria striata, Desmodium lasio- carpum, halbstrauchig, mit einfachen, rundlichen Blättern und kornblumenblauen Blüthen, Glycine javanica (Ulf, Va), Indigofera parvula, nur 3—4dm hoch, I. secundiflora, 0,75 m hoch, mit dunkelrothen Blüthen, Tephrosia alpestris (bei Mlalo), T. Forbesii (?), Stylosanthes mucronata repräsentiren die Leguminosen. Aus anderen Familien kommen hinzu: Euphorbia poly- cnemoides, E. Holstii, von unten verzweigt, mit 0,5—0,75 m hohen Stengeln und linealischen Blättern; Cissus Kirkiana; Hibiscus fuscus; Gnidia apiculata, 0,5 m hoher Halbstrauch mit schmalen Blättern; Torilis gracilis; Margaretta Holstii, x m hoch, mit schmal-lanzettlichen Blättern und gelben Blüthen, auch am Kilimandscharo; Ipomoea Althoffiana; Coleus scandens; Leucas grandis (VII dß), L. oligocephala; Micromeria abyssinica, mit zahlreichen, nur etwa 3 dm hohen Stengeln und kleinen weisslichen Blüthen, M. ovata; Cycnium Herzfeldianum var. Holstii; Ramphicarpa pratensis; Melasma indicum (VII dß), die beiden letzteren bei Lutindi; Olden- landia longiflora. Zahlreicher als in den unteren Grassteppen sind die Compositen durch folgende Arten vertreten: Achyrocline Hochstetteri
(VII d ß, VIII b), Anisopappus africanus, 0,5 m hohe Stauden, mit gekerbten, eiförmigen Blättern und orangegelben Blüthenköpfchen; Artemisia afra, halbstrauchig, 0,75 m hoch, mit doppelt fiedertheiligen Blättern, oft massenhaft auftretend, Sphacophyllum africanum, Conyza stricta, Coreopsis Kirkii, Gerbera piloselloides (VII dß), Helichrysum gerberifolium (VII dß),
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