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2 m hoher Strauch mit rundlich-herzförmigen Blättern von 15 cm Durchmesser und mit mehr als 1 dm langen Blüthen; Solanum giganteum, 3 m hoch, mit holzigem Stamm, dicken, 1,5 dm langen und 8 cm breiten, unten dicht weissfilzigen Blättern.
Lianen und Kletterpflanzen dieser Formation sind: Rhoicissus usambarensis (VII d) mit 3-theiligen, unterseits gelblich graufilzigen Blättern und verkehrt-eiförmigen Blättchen; Paullinia pinnata; Lepistemon lignosum; Achyrospermum radicans; Plectronia hispida (= cuspidostipulata K. Sch., in Engl. Gliederung d. Veg. v. Usamb. S. 53), bis 7 m hoch aufsteigend, mit dünnen länglichen Blättern an den schlanken Zweigen.
Während Epiphyten in den Lichtungen wegen der geringen Luftfeuchtigkeit naturgemäss fast ganz fehlen, treten dagegen die lichtbedürftigen 1 Ialbparasiten aus der Familie der Loranthaceen hier in verhältnissmässig grosser Zahl auf, mit grosser Vorliebe auf Albizzia fastigiata. Loranthus Iiolstii ’ (VII dß) bildet kugelrunde Büsche mit lederartigen lanzettlich-eiförmigen Blättern und zierlichen rosafarbenen Blüthen in Scheindolden; L. usambarensis (II c, VII dß) findet sich als Parasit auf L. Schelei, einer ausserordentlich schönen Art mit 1 m langen, fast windenden Zweigen und lang gestielten, fast kreisrunden, am Grunde herzförmigen, unterseits rostfarbig behaarten Blättern und Blüthen wie bei L. Dregei; L. Schelei schmarotzt auf Albizzia fastigiata und ist bisweilen noch mit Viscum teuue besetzt; L. subulatus, verwandt mit L. usambarensis, kommt auch in dieser P'ormation bei Lutindi vor. Viscum dichotomum var. elegans bildet oft 2 111 lange und noch grössere, von den Aesten der Albizzia herabhängende Büsche mit 2,5 cm langen und 0,7—1 cm breiten Internodien; V. tenue dagegen ist durch dünne lange Internodien, kleine schuppenförmige Blätter und goldgelbe Blüthen ausgezeichnet; es wurde von Abbot auch am Kilimandscharo gefunden.
Kräuter sind in den Lichtungen des oberen tropischen Waldes reichlicher vorhanden als im unteren Tropenwald; es sind dies: Aneilema aequinoctiale var. verticillatum; Amonnim Mala (bei Mlalo); Corymbis leptantha und Habenaria Iiolstii, mit beblättertem Stengel, breit lanzettlichen Blättern und reichblüthiger Traube; R u b u s d i c t y o p hy 11 u s, auch häufig am Kilimandscharo; P'abricia rugosa; Pseudarthria Hookeri (Ulf, Va, VIbß), 2—2,5 m hohe Staude; Acalypha psilostachya, A. paniculata (Vlaß); Impatiens Iiolstii (Via«); Hibiscus calycinus, FI. cannabinus (IIId, Illf, VIbß, VIe); Priva leptostachya; Platystoma africanum; Plectranthus violaceus; Pyc- nostachys Meyeri (VIII b); Hoslundia verti cillata; Solanum acu- leatissimum var. hispidissimum; Streptocarpus saxorum, mit den Arten der unteren Regionen etwas verwandt, ausgezeichnet durch dicke Blätter, dicht graue sammetartige Behaarung und einzeln stehende grosse Blüthen; Justicia heterocarpa; Dicliptera usambarica; Brillantaisia spicata (Via?); Pentas longiflora, 1 m hoher Halbstrauch, mit 4 cm langen Blüthen von 1 cm Durchmesser, mit violetter Röhre und weissem Saum; Gynura Valeriana.
An den wenigen Bachläufen des oberen Tropenwaldes finden sich: Asplenum longicauda (Via?); Nephrolepis biserrata, in Bambus - Beständen; Cyperus Mannii, Carex ramosa (Vllbß); Gynura Valeriana.
VIc. Dei- Quellenwald oder Msalawald (in Usambara).
Der Quellenwald oder Msalawald in der tropischen Gebirgswaldregion findet sich in den höheren Regionen der Thäler; er ist ausgezeichnet durch das Vorkommen mehrerer grosser ansehnlicher Bäume, namentlich aber durch das Auftreten einer Msala-Palme, stellenweise auch durch Gruppen von wilden