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paris Bowkeri, ebenfalls epiphytiscn; Pilea Holstii (Vlldß), 0,75 m hoch, selten; Phyllanthus rotundifolius, auf bemoosten Steinen; Alsodeiopsis Schumannii, 1—7 m hoch, mit schlanken, hängenden Zweigen, besonders an beschatteten Bächen, oft allein als Unterholz; Jussieua acuminata; Strepto- carpus Holstii, zwischen Steinen am Bach; Brillantaisia spicata, 2,5 m hohe Staude, sehr ansehnlich, mit 2 dm langen, 12 cm breiten Blättern und kornblumenblauen Bliithen. Diese Unterformation geht nach oben in die Formation VI c über, welche auch mit VI aY vereinigt werden könnte.
VIb. Der obere, trockenere Tropenwald (in Usambara).
Der obere, trockenere Tropenwald schliesst sich oft unmittelbar an den vorigen an und geht allmählich in denselben über, er ist in höheren, mehr freien und regenärmeren Lagen etwa bis zu 1100 m*), je nach dem gegen Steppenwinde gewährten Schutz, entwickelt, weniger durch Bäche befeuchtet, ärmer an geschlossenen Beständen, so im oberen Handei, im Mgambo-Bezirk, im Gebiet von Mlalo. Baumsträucher von durchschnittlich 20 m Höhe herrschen vor, nur hin und wieder finden sich in den oft ausgedehnten, krautreichen Lichtungen einzelne, grössere Bäume. Die dichteren Bestände treten hier sehr in den Hintergrund; vorherrschend sind die Lichtungen, in denen der Adlerfarn Pteridium aquilinum, der von hier an aufwärts den Wald überall bis in die Hochwaldregion begleitet, besonders charakteristisch ist. In erstaunlichen Mengen tritt in den Lichtungen Haronga paniculata in zusammenhängenden Komplexen in Exemplaren von 1—20 m Höhe auf. Ferner fällt in denselben vor allen anderen Bäumen Albizzia fastigiata, der Mshai-Baum auf, der entweder vollständig entblättert ist und Früchte trägt oder sein prächtiges, graugrünes Laub und seine Bliithen gleichzeitig entwickelt hat, immer besetzt von zahlreichen Loranthaceen. (Siehe unten unter VI bß.)
VIb«. Dichtere Bestände.
Die eine bedeutendere Höhe erreichenden und in den dichteren Beständen auftretenden Holzgewächse sind folgende: Piper subpeltatum (VIaß); My- rianthus arborea (Vlaa), meist als Unterholz; Ocotea usambarensis (VIc), nach Holst 60—70 m Höhe erreichend, mit eiförmigen, unterseits hellgrauen Blättern, bei Silai und zwischen Mlalo und Mtai; Turraea Holstii, Gymno- sporia lancifolia, Strauch mit 10 cm langen und 8 cm breiten, lederartigen Blättern, G. putterlickioides (IIIc); Alsodeiopsis Schumannii (VlaY), als Unterholz bisweilen allein herrschend, bis 7 m hoch; Anthocleista spec.; Mostuea grandiflora (Villa), mit nur 2 cm langen, 1 cm breiten Blättern, rein weissen, 2 cm langen Bliithen, als Unterholz; Cordia Holstii, 15—20 m hoher Baum mit runder Krone, 15 cm langen und ebenso breiten, eiförmigen, unten filzigen Blättern und mit weissen Blüthen, bei Kisari um 1200 m; Cle- rodendrom Sansibarense, 5 m hoher Strauch, mit länglichen Blättern und 4 cm langen, blassvioletten Blüthen, bei Lutindi um 1500 m; Pavetta olivaceo- nigra, 2 m hoher Strauch, bei Kwa Mshusa noch um 1500 m; P. crebrifolia var. involucrata (Vllaa); Psychotria porphyroclada, 2 m hoher Strauch mit lanzettlichen Blättern und kleinen, gelbliclnveissen Blüthen, Ps. spec., 3 m hoch; Microglossa densiflora, 2 m hoher, weichhaariger Strauch mit länglichen, spitzen Blättern, häufig in Gruppen stehend.
Dazwischen gedeihen folgende Kräuter: Adiantum caudatum var. hir- sutum (Vb); Asplenum erectum (Vlaa, Vlldß); Aspidium lanuginosum
*) Zur Feststellung der Höhengrenzen bedarf es jedenfalls noch näherer Untersuchungen.