des Makonde-Plateaus und Mavia-Plateaus. Es haben sich in den Sammlungen Dr. Stuhlmanns aus Useguha und Usaramo vielfach dieselben Pflanzen wiedergefunden, welche aus dem unteren Usambara uns von Holst zugesendet worden waren. Bemerkenswerth ist, dass die Buschgehölze, welche sich im östlichen Usaramo hinter dem sandigen Kiistenstreifen mit seinen Dumpalmenbeständen erheben, nicht blos der Kandelabereuphorbien, sondern auch der Acacien gänzlich entbehren (Stuhlmann in »Wissensch. Beihefte zum deutschen Kolonialblatt« VII. S. 227).
IIId. Die Buschlichtungen. a. Die gewöhnlichen Buschlichtungen.
Die Lichtungen in den Buschgehölzen stellen meist keine selbstständige Formation dar; aber sie unterscheiden sich von den dichten Buschgehölzen sowohl durch ihre Sträucher, wie auch namentlich durch ihre Kräuter. Ausser einzelnen Exemplaren der die dichten Buschgehölze zusammensetzenden Sträucher finden wir folgende Arten vorzugsweise einzeln, bisweilen auch in kleinen Trupps, reich durchsetzt von Schlingpflanzen und rankenden Gewächsen, umgeben von einer reichlichen Krautvegetation, die hier bei Zutritt des Lichtes in höherem Maasse zur Entwicklung kommt, als im Schatten des dichten Busches.
Trema guineensis, leicht kenntlich an ihren schief-lanzettlichen, behaarten Blättern, kommt als 6 m hoher Baum vor; sie hat nur unscheinbare Blüthen. Durch kleine, kopfförmige Blüthenstände fällt die Moracee Cardio- gyne africana auf, 2 m hohe Sträucher mit Dornzweigen und eiförmigen, lederartigen Blättern, dichte Komplexe bildend. Auch die meisten folgenden Sträucher haben einfache Blätter, so die Euphorbiaccen Bridelia cathartica, Phyllanthus floribundus ( 1 c, II c, III c) und Claoxylon Kirkii, die Celastracee Gymnosporia amboniensis (V b ß), die Dilleniacee Tetracera Boiviniana (II c, V a), die Apocynacee Carissa edulis. Einer der verbreitetsten Sträucher hier und anderwärts ist die Labiate Hoslundia verti- cillata,. ein 1,5—4 m hoher, reichverzweigter Strauch, mit lanzettlichen bis eiförmigen Blättern, weisseti Blüthen und vom fleischigen Kelch umhüllten Früchten. Von Rubiaceen treffen wir hier vereinzelt die schöne Heinsia pulchella, einen 2—3 m hohen Strauch, der in der Tracht an Punica erinnert und an seinen überhängenden Zweigen mit 2 cm grossen, weissen Blüthen versehen ist, die ligusterähnliche 3 m hohe Vangueria glabra und den ebenfalls ligusterähnlichen Baum Gardcnia Annae var. Moramballae. Grosse, bis 1,5 dm lange, lanzettliche Blätter und kleine Blüthen besitzt die Apocynacee Rauwolfia monopyrena, welche als 1,5 m hoher Strauch vereinzelt vorkommt. Längliche oder eiförmige, weichhaarige Blätter haben die Tiliacee Grewia pilosa (Va, Vbß) und die Verbenacee Clerodenclron Fischeri, ein 2—2,5 m- hoher Strauch mit gelblich-weissen Blüthen. Ein sehr ansehnlicher Strauch ist Combretum Schelei, welcher mir bis jetzt nur von Tanga bekannt geworden ist. Maerua nervosa (Ha, Va, Vb), ein ansehnlicher Capparidaceenstrauch mit ziemlich grossen Blüthen, fällt bald auf durch gedreite Blätter. Ebenso ist leicht kenntlich die hier zu 7 m hohen Sträuchern entwickelte Bauhinia reticulata mit zweilappigen Blättern. Sowohl durch gefiederte Blätter, wie durch 1,5 cm grosse, röthliche Blüthen fällt Diphaca Kirkii, ein 5 m hoher Baumstrauch auf. Die schönste Blüthenfarbe besitzt aber auch hier wieder ein Parasit, der prächtige Loranthus Kirkii, sofort auffallend durch rundlich-eiförmige Blätter und korallenrothe, in Trauben stehende Blüthen, auf verschiedenen Bäumen wachsend und auch weit verbreitet. Unter den Schlingpflanzen und rankenden Pflanzen nimmt die erste Stelle ein Cissampelos Pareira subspec. mucronata (Ve, Vh, Via), leicht erkennbar