kehren in den gleichen Formationen höherer Regionen wieder. Andropogon shirensis (Va), Themeda Forskalii (Va) bis 2 m hoch, Panicum maximuni var. lasiocoleum (Ha, Va), Setaria aurea (IIk, Va, Vllba, Vlldß) bilden den Hauptbestand. Dazwischen finden sich von Kräutern: Polycarpaea corymbosa, Desmodium barbatum, Polygala Gagnebiniana, P. P'ischeri, Worms- kioldia brevicaulis vereinzelt, W. Biviniana und W. tanacetifolia, Stathmostelma pedunculatum, Exacurn quinquenervium, Ivnicostemma verticillatum, Heliotropium strigosum, Buechnera mossambicensis, B. hispida, Cycnium strictum, die wilden Sesamarten: Sesamum radiatum (besonders auf trockenem Lehmboden) und S. angustifolium, ferner Blepharis pratensis, Pentas sansibarica und Oldenlandia obtusiloba.
III b. Feuchte Wiesen.
Die feuchten Wiesen in tieferen Senkungen sind aus anderen Gräsern zusammengesetzt und enthalten auch im Uebrigen andere Kräuter als die trockenen Wiesen derselben Zone; sie stimmen aber theilweise mit den feuchten Wiesen der mehr landeinwärts gelegenen Zonen überein. Besonders häufige Gräser sind hier: Paspalus scrobiculatus und Sporobolus elongatus, bis 1,5 m hoch, zu ihnen gesellt sich die Cyperacee Scleria Hildebrandtii. Stellenweise tritt Eriocaulon elegantul um in grösserer Menge auf. Ferner finden sich mehrfach Commelinaceen, so Commelina Forskalii, Aneilema sepalosum und A. giganteum, die rankende Liliacee Gloriosa virescens, Drimia-Arten, so D. Hildebrandtii. Auch der im Hochland sehr verbreitete, durch prächtige, ansehnliche Blüthen ausgezeichnete und gesellig wachsende Gladiolus Quartinianus ist hier schon zu finden. Von Dikotylen herrschen besonders einzelne Leguminosen; Crotalaria laburnifolia bildet 0,75 m hohe, dichte, alleinstehende Büsche; neben ihr kommen vor C. ononoides und C. polychotoma (II d), Sesbania pubescens; besonders fällt aber Aeschy- 110mene Telekii auf, mit 2 m hohem, zerstreut und rauh behaartem Stengel und orangegelben Blüthen. Sodann wurden auf derartigen Wiesen noch gefunden: Phyllanthus maderaspatensis, Ipomoea stenophylla und I. Klotzschii, Micrargeria scopiformis, Cycnium serratum, Oldenlandia effusa.
III c. Dichter Buschbestand.
Kein Formations-Typus ist in Afrika so reich entwickelt, wie der der Buschgehölze, welche in verschiedenen Abstufungen von der Küste bis in die Gebirge hinein auftreten, auf zeitweise bewässertem und humusreichem Boden eine ganz ausserordentliche Mannigfaltigkeit der Gehölze und Kräuter hinsichtlich ihrer systematischen Stellung aufweisen, dagegen auf sterilem und hartem Boden nur noch aus wenigen mehr oder weniger reichlich verdornten Sträuchern und Bäumen bestehen, zwischen denen eine ebenfalls artenarme Krautvegetation ihr Dasein fristet, bis endlich auf gänzlich wasserarmem Boden der Charakter der Wüste hervortritt. Scharfe Grenzen existiren zwischen den Formationen des Buschlandes nicht, und es wird noch sehr intensiver Forschung bedürfen, bis wir über die Ausdehnung selbst der charakteristischen Formationen im Klaren sind. So viel ist jetzt sicher, dass alle diese Buschgehölzformationen vom Ivtbai- gebirgsland und Abyssinien an bis nach dem Karroogebiet und vom Rothen Meer bis Senegambien viele Elemente sowohl untereinander, wie auch mit Arabien und Vorderindien gemeinsam haben, wenn auch andererseits in den verschiedenen Breiten wieder recht bemerkenswerthe Unterschiede wahrzunehmen sind. Es ist nun recht erfreulich, dass wir durch die umfangreichen und unter