Teil eines Werkes 
A (1895) Grundzüge der Pflanzenverbreitung in Deutsch-Ost-Afrika und den Nachbargebieten
Entstehung
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Hg. Die Tümpel und Sümpfe der Creekzone und des Inlandes im Osten des Gebirgslandes.

Tümpel und Sümpfe treten schon in der Creekzone auf; aber sie finden sich auch im Innern, in der Nähe der Steppenflüsse, mitunter auch vereinzelt in ganz trockenen Steppengebieten. Wenn wir hier von den Waldsümpfen absehen, in denen die Beschattung eine eigenartige Vegetation begünstigt, so bleiben die Sümpfe und Tümpel des offenen Landes übrig, welche sich von einander dadurch unterscheiden, dass die einen rascher austrocknen, die anderen, in der Nähe der pcrpetuirlichen Flussläufe gelegenen, fortdauernd bewässert sind; sodann ist auch bei den Steppensümpfen der Salzgehalt des Wassers von Einfluss auf den Charakter der Flora. Es scheint, dass in den Sümpfen des nördlichen Seengebietes eine Anzahl Pflanzen Vorkommen, welche in denen des Küstenlandes fehlen; doch müssen wir vorläufig in der Werth­schätzung der Befunde noch sehr vorsichtig sein, da wir von einer vollständigen Durchforschung Ostafrikas noch weit entfernt sind.

a. Die Flora der Tümpel und Sümpfe selbst.

Die allgemeiner verbreitete Sumpfflora Ostafrikas besteht aus folgenden Pflanzen: Auf der Oberfläche der Tümpel schwimmen frei, wie in allen Tropen­ländern, aus spatelförmigen, aufrechten, graugrünen Blättern gebildete Rosetten der Aracee Pistia Stratiotes, welche sich durch Ausläufer ins Unendliche vermehrt; der Zwischenraum wird ausgefüllt bisweilen durch Lemna paucico- stata oder durch die ebenso stark ungeschlechtlich sich vermehrende Azolla nilotica. Ebenfalls frei schwimmen einzelne Utricularia, so namentlich U. inflexa und U. reflexa, deren fein zertheilte Wasserblättcr in gleicher Weise wie unsere einheimischen Arten mit Schläuchen versehen sind, in denen sich kleine Thicrchen fangen. Urnen gesellt sich häufig zu die Scrophulariacee Ambulia gratioloides, mit zerschlitzten Wasserblättern und lanzettlichen Stengelblättcrn an den über das Wasser ragenden Stengeln, Ceratophy 11 um demersum, von unserem einheimischen Hornblatt kaum verschieden und die Gentianacee Limnanthcmum indicum, mit Büscheln zahlreicher gelber Bliithen und rundlich-niercnförmigen Schwimmblättern.

Im Küstenland von Mossambik ist ebenso wie im centralafrikanischen Seen­gebiet und im Ghasalquellcngebiet die auch in Ostindien vorkommende Wasser­nuss Trapa bispinosa Roxb. beobachtet worden, welche sich von unserer heimischen Wassernuss fast nur durch die Form der Früchte unterscheidet und im Schlammboden wurzelnd ebenfalls auf der Oberfläche des Wassers schwimmende Blattrosetten erzeugt. Im Wasser auf dem Boden wurzelnd wachsen auch eine Nymphaea Lotus und N. stellata, deren zahlreiche wcissc und blaue Bliithen den Tümpeln den schönsten Schmuck verleihen. Am Rand der Tümpel wurzeln oft noch tief unter Wasser namentlich: Panicum curvatum, L. (= coriophorum Kunth) und die Cyperaceen Scirpus maritimus, Sc. articulatus, Fimbristylis miliacea und Fuirena glomcrata. Am Rand der Teiche kommt bisweilen die Hydropteridce Marsilea diffusa in Masse vor. Die Hauptmasse der Sumpfpflanzen in nächster Umgebung der Tümpel bilden aber Cyperaceen, so Cyperus obtusiflorus, C. Boehmii, C. maritimus, C. Haspan, C. prolifer, C. Zollingeri, C. rotundus, der bis zu 2100 m über d. M. vorkommt, C. exaltatus, C. Sieberianus. var. polyphylla, Fimbristylis sansibariensis, Fuirena calolepis, in sumpfigen Niederungen oft den ausschliesslichen Bestand bildend, F. umbellata, meist truppweise, F. ciliaris, Rhynchospora aurea und 3 Scleria-Artcn, Sc. Hilde- brandtii, die etwa 2 m hohe, dichte Massen zusammensetzende Sc. racemosa

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