fasciata und Anselliana, Ruellia patula. Auch die halbparasitische, durch schöne grosse Blüthen ausgezeichnete Scrophulariacee Harveya obtusifolia var. Stuhlmannii kommt hier vor. Wesentlich wird aber der Charakter dieser Krautvegetation bestimmt durch Gräser, Schmetterlingsblüthler und Acanthaceen.
Die gegebene Schilderung gründet sich auf Ilolst’s Sammlungen aus der Gegend von Tanga und Dar-es-Salaam; über das übrige Küstenland wissen wir wenig Genaues; cs ist nur bekannt, dass Buschland anzutreffen ist von dem Mündungsgebiet des Rufidschi aufwärts bis zum Bumba-Arm, ferner in der Gegend von Kilwa, an der Bucht von Mikindani, an der Rovumabucht und von da südwärts bis zum Kap Delgado und Lindi, wo in den dichten Buschgehölzen io—15 cm dicke Kautschuklianen (wahrscheinlich Landolphia Petersiana) sehr häufig Vorkommen und in den Monaten Mai bis Juli einen reichen Ertrag geben. Diese Buschgehölze gehen in die der Zone 111 und diese wiederum in die der Zone V über, welcher das obere Makonde- und Mavia- Plateau angehören.
IId. Waldartige Komplexe des Küstenlandes (in der Creekzone).
Die waldartigen Komplexe, welche inselartig aus den Creekgrasfluren hervorragen oder auch bald hinter dem Crcekstrauchgiirtcl auftreten, sind weiterer Beachtung noch zu empfehlen. Namentlich gehören hierher die oft ausschliesslich aus Trachylobium Ilornemannianum zusammengesetzten Bestände. Diese wichtige Kopal liefernde Leguminose erreicht eine Höhe von 40 111 und ist leicht an den einpaarigen Blättern zu erkennen. Ein hervorragender Baum ist auch eine von Holst (vielleicht zu hoch) auf 50 m geschätzte Brachystcgia, welche reichlich Harz liefert. Die in Usaramo von Dr. Stuhlmann gesammelten Brachy- stegia appendiculata und B. flagristipulata gehören wahrscheinlich auch dieser Formation an. Ferner kommt hier schon die im Innern noch mehrfach verbreitete Acacia pennata vor. Sowohl diese, wie auch die meisten anderen mir bekannt gewordenen Bestandtheilc dieser Waldungen zeigen, dass diese waldartigen Komplexe zu den Buschgehölzcn der Steppe in naher Beziehung stehen, wie dies bei dem später zu besprechenden Steppcmvald der Fall ist. Folgende Pflanzen dagegen entsprechen mehr den umbrophilen und hvgrophilen Bestandtheilen echter Regenwälder: Combrctum umbricola mit länglich-
lanzettlichcn Blättern und weissen Blüthen; Dioscorea bulbifera, Tacazzea spec., beides Schlingpflanzen, und Stylochiton maximus, eine im dichten Schatten wachsende Aracce; Crotalaria polychotoma, vom Habitus eines Cytisus, mit gelben Blüthen; Plectranthus flaccidus, 1 m hoch, mit fast rundlichen Blättern und blauen Blüthen; Barleria usambarica, mit am Boden liegenden Stengeln; die Gomposite Achyrothalamus marginatus; die an alten Baumstämmen vorkommenden Polyporacccn Fomcs Eminii und Poly- stictus Holstii. Dagegen sind folgende in eben diesen Waldkomplexen wachsende und in Dichtungen sowie auch auf trockeneren Standorten vorkommende Arten mehr oder weniger von dem Charakter der Steppengehölzpflanzen, namentlich die Fabiatcn Tinnca aethiopica, ein 2,5 m hoher Busch mit nur 1—2 cm langen, ovalen oder länglichen Blättern, ausgezeichnet durch stark aufgeblasene, 1 cm grosse Kelche und stark geflügelte PTüchte, mitunter kleine Bestände bildend, Indigofera Baukeana, Ipomoca coptica, Solanum duplosinuatum, eine dicht behaarte, 1 m hohe Staude mit grossen, doppelt gebuchteten und mit Stacheln besetzten Blättern, Bidens linearilobus. Auch der schöne Loranthus Sadebeckii ist bis jetzt nur in diesen Waldkomplexen gefunden worden.