Druckschrift 
Zur Oberflächengestaltung und Geologie Deutsch-Ostafrikas : Ergebnisse der von dem Bergassessor W. Bornhardt in den Jahren 1895 - 1897 in Ostafrika unternommenen Reisen ; Mit 27 Tafeln in Lithographie und Lichtdruck und zahlreichen Abbildungen im Text ; In besonderer Mappe: 4 topographische, 4 geologische Specialkarten im Maassstabe von 1:500000, 2 Tafeln Profile und 1 Uebersichtskarte mit Einzeichnung der Reiserouten im Maassstabe von 1:2000000 / Veröff. im Auftr. und mit Unterstützung d. Kolonial-Abth. d. Auswärt. Amtes. Die topogr. Kart. konstr. und berab. von P. Sprigade und M. Moisel
Entstehung
Seite
144
Einzelbild herunterladen
 

144

Siebentes Kapitel. B. III.

Der Kalk wird danach von der Königlichen chemisch-technischen Versuchs­anstalt in Berlin als »geeignet zum Brennen behufs Mörtelgewinnung« bezeichnet. Ich kann mir den ungünstigen Ausfall der in Langenburg zuletzt angestellten Brennversuche nur daraus erklären, dass entweder wiederum, nicht das richtige Gestein gebracht, oder dass bei den Brennversuchen nicht in der richtigen Weise vorgegangen ist. Eine Wiederaufnahme der Versuche würde ich mit Rücksicht darauf für zweckmässig halten, dass der Kalk, welcher späterhin in Langenburg zur Verwendung gelangt ist, ein sehr reiner marmorartiger krystallinischer Kalk von Utengule, dessen Analyse hierunter ebenfalls folgt, von seinem Gewinnungsorte bis Langen­burg einen Transport von fünf Tagemärschen durchzumachen hat.

Krystallinischer Kalk von Utengule: Rückstand 0,07 °/°, Le2 O3

+ Ah Os 0,30 °/o, Ca O 52,38 °/o, Mg O 2,96 %, CO2 44,35 °/°» H2 O 0,0 °/o, in Summe 100,06 °/o.

III. Tabellen.

Tabelle 1. Schichtenfolge der kohlenführenden Zone in den Aufschlüssen a bis g.

Aufschluss a.

1. Liegender dickbankiger Sandstein, zu oberst 0,20 m starke Lage von thonigem, gelbbraun ge­färbtem Sandstein.

2. o, 10 m schiefrige Glanzkohle mit Zwischenlagerung von viel Faserkohle.

3. o, 12 m sandiger Thonschiefer.

4. o,oS m Kohle wie No. 2.

5. 0,50 m Thonschiefer.

6. 0,40 m Kohle wie No. 2.

7. 0,50 m Thonschiefer.

S. 0,45 m Kohle wie No. 2.

9. 0,40 m Thonschiefer.

10. 0,50 m Kohle wie No. 2.

11. 0,25 m Brandschiefer.

12. Etwa 3 m mächtige Schichtenfolge, vorwiegend aus sandigem Thonschiefer bestehend, mit einzelnen schwachen Kohlenlagen, schlecht aufgeschlossen.

13. Hangender kohlenfreier Sandstein.

Aufschluss b.

(Nach Schwarz Angaben.)

1. Liegender, grobkörniger, milder, hellgrauer, oft mit Kohlentheilchen durchsetzter und dann blau­grau aussehender Sandstein, zu oberst stellenweise Faserkohle enthaltend, Mächtigkeit unbestimmt.

2. 0,70 m schwärzlich-grauer, milder, sandiger Thonschiefer mit sehr viel Glimmerblättchen.

3. 0,10 m Kohle wie No. 2 in Aufschluss a.

4. 1,15 m milder, hellgrauer, zuweilen auch bläulich-grauer Sandstein mit etwas Faserkohle und einigen, mehrere Millimeter starken Schnüren von Glanzkohle.

5. 0,65 m Kohle, fest, hellgrau und glänzend, theils No. 3 gleichend, theils mehr streifig.

6. 0,95 m sandiger graublauer Thonschiefer.

7. 0,27 m Kohle wie No. 5.

8. 0,10 m Kohle, zerreiblich und sandig anzufühlen, mit Faserkohle.

9. 0,46 m unreine Kohle, Lagen gleich No. 5 wechseln mit Brandschiefer.

10. 1,50 m schwarzgrauer sandiger Thonschiefer, einige Schnürchen unreiner Kohle und Faserkohle enthaltend.

11. 0,10 m Kohle wie No. 8.

12. 0,30 m dünnplattiger, mit sehr feinen Kohlentheilchen durchsetzter, schwarzgrauer Thonschiefer.

13. 0,25 m dunkelgrauer Thonschiefer, weniger gut geschichtet.

14. 0,27 m Kohle wie No. 8.

T 5 - L 75 m schwarzgrauer Thonschiefer, mit feinen Kohlentheilchen durchsetzt, stellenweise treten auch sehr schwache Schnürchen von Glanzkohle auf.

16. 0,20 m Thonschiefer, mit einigen Glanzkohlenschnürchen.

17. 2,00 m grauschwarzer Thonschiefer, hier und da muschelig brechend, mit einigen Schnürchen von Glanzkohle, einer 0,12 m starken Lage mulmiger Kohle und zwei schwachen Streifen von hell­grauem Thonschiefer.

18. 0,85 m Brandschiefer.