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Denkschrift zur Förderung des Deutschtums in China / Deutsche Vereinigung Schanghai
Entstehung
Seite
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Ausbau bis zum Abiturium.

Die Anlagekosten einer Missions - Mittelschule sind auf etwa 30000 $, die jährlichen Unterhaltungskosten auf etwa 12000 $ zu schätzen. Im ganzen stellen sich die einmaligen Ausgaben für diese 35 Schulen auf 1050000 $, für die jährlichen laufenden Ausgaben auf 420000 $. Anschluß an Jede dieser Schulen sollte mit einem Internat verbunden werden und, um

Elementarschulen. Anschluß an weitere Volkskreise zu gewinnen, eine Interessengemeinschaft mit etwa zehn chinesischen Elementarschulen anzubahnen versuchen. Derartige Kombinationen haben sich bislang gut bewährt; durch Zahlung von Subventionen haben verschiedene Missionen einen gewissen Einfluß auf Elementarschulen erlangt, der es ihnen ermöglicht, die intelligentesten Volksschüler in die eigenen Mittelschulen überzuleiten. In den Vertragshäfen wird man mit 250 $ als Unterstützung an die einzelne Elementarschule rechnen müssen, im Innern werden je 100 $ genügen. Es werden also benötigt: 90 X 250 = 22500 $ und 35 X 100 = 3500 $.

Im allgemeinen sollten die Mittelschulen sich darauf beschränken, in einem 45jährigen Kursus eine etwa der Reife für die Obersekunda gleichstehende Bildung zu vermitteln; es dürfte sich aber empfehlen, mindestens drei der Schulen in den Vertragshäfen bis zum Abiturium auszubauen, um ein genügend vorgebildetes Material für den Besuch deutscher Hochschulen zu gewinnen.

Die Mehrkosten würden für die einzelne Schule ca. 10000 $ betragen, für drei Schulen also ca. 30000 $.

Der soweit skizzierte Rahmen des Mittelschulsystems, das planmäßig 34000 Schüler fassen soll, dürfte sich als groß genug erweisen, die erforderliche Anzahl von Schülern für die technischen Schulen und das Studium in Deutschland vorzubilden und daneben noch eine bemerkbare Wirkung auf die heranwachsende chinesische Generation auszuüben.

In Verbindung mit den Mittelschulen sollen weiter mindestens drei Lehrer­seminare errichtet werden, eins für den Norden in Tsingtau oder Tientsin oder Peking, eins für Mittelchina in Hankow oder Schanghai und eins für den Süden in Canton. Die Heranbildung chinesischer Lehrer kann in ihrer voraus­sichtlichen Wirkung gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Wenn es später gelingt, diese Lehrer in größerer Anzahl an chinesischen Staatsschulen unter­zubringen, so werden sie deutschen Einfluß im Großen verbreiten helfen und eine wesentliche Stütze der deutschen Kulturbestrebungen bilden.

Die durch Angliederung von Lehrerseminaren an die Mittelschulen ent­stehenden Mehrunkosten könnten voraussichtlich mit 10000 $ für die einzelne Schule, also mit 30000 $ gedeckt werden.

Es kann wohl noch als eine offene Frage angesehen werden, ob man sich von Mädchenschulen eine unmittelbare Wirkung auf den Absatz unserer Industrie­erzeugnisse versprechen kann. Immerhin sollte an etwa zehn Missionsschulen, bei denen die Verhältnisse besonders günstig liegen und erhebliche Mehrkosten nicht entstehen würden, auch in dieser Richtung ein Versuch gemacht werden; mit 2500 $ pro Schule sollten sich diese Versuche ausführen lassen.

Schiilerzahl.

Leh

rerseminare.

Mädchenschulen.

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