Öeutsch- chinesisches Schulsystem.
Mittelschulen.
Mittelschulen in Vertragshäfen.
Missions- Mittelschulen.
vertreten), Tschekiang (intelligente, charaktervolle Bevölkerung), Yünnan (erzreich) und Kwantung (mit Kanton; die Kantonesen die bekanntesten Kaufleute Chinas). Es soll mit dieser Abgrenzung unser Arbeitsfeld nicht ein für allemal schematisch festgelegt werden; sie will nicht mehr als einen elastischen Rahmen und einen Anhaltepunkt für das geben, was zurzeit wünschenswert erscheint.
Formell sollten wir, soweit es mit unsern Zwecken vereinbar ist, uns in Struktur und Lehrplan der Schulen an die chinesischen Staatsschulen und die jeweiligen chinesischen Schulgesetze anlehnen, schon um der Anerkennung durch die chinesische Regierung den Weg zu ebnen.
Es empfiehlt sich, ein eigenes deutsches Schulsystem in der Weise aufzubauen, daß Mittelschulen mit angegliederten Elementarschulen den Unterbau für technische Schulen und für die Ausbildung chinesischer Studenten in Deutschland bilden. Das vorhin erwähnte Prinzip der Auslese würde für die Ausbildungskurse, auf die das Hauptgewicht zu legen ist (technische Schulen in China und Studium in Deutschland), immer ein besonders befähigtes Schülermaterial sichern, von dem man erwarten kann, daß es dereinst in leitende Stellungen kommen wird. Aber auch diejenigen Schüler, die über die Mittelschulen nicht hinauskommen, werden nach Absolvierung der Schulzeit im Dienste des deutschen Gedankens wertvolle Arbeit in ihren Kreisen leisten können, wenn in geeigneter Weise, z. B. durch eine den von Amerikanern geleiteten chinesischen christlichen Jünglingsvereinen ähnliche deutsche Organisation dafür gesorgt wird, daß sie den Zusammenhang mit den deutschen Bestrebungen nicht verlieren.
Den Unterbau für unser Schulsystem bilden die Mittelschulen. Dies Fundament muß von einer gewissen Stärke sein, um das Gebäude tragen zu können; es darf sich nicht einseitig auf die geöffneten Häfen beschränken, in denen der Chinese schon ohnehin im regen Verkehr mit den Landesfremden steht, sondern muß vor allen Dingen auch in das Innere der Provinzen eindringen.
In den Vertragshäfen bestehen ausgedehnte Schulunternehmungen unserer Gegner, denen gegenüber wir Eigenes bieten müssen.
Es sollten in den großen Handelszentren: Schanghai, Hankau, Tientsin, Tsinanfu und Canton die bestehenden, aber mit unzureichenden Mitteln arbeitenden deutsch-chinesischen Schulen so ausgebaut werden, daß die etwa 100 bis 150 Schüler fassen können; in Nanking, Tschungking, Tschangscha und Peking wären solche Schulen neu zu errichten.
Die einmaligen Einrichtungskosten für eine derartige Schule werden, wenn man auf das Außere ein gewisses Gewicht legt, wie es bei Chinesen erforderlich ist, eingehenden Erhebungen zufolge etwa 40 bis 50 000 $ betragen, die jährlichen Unterhaltungskosten ca. 18 000 $; für neun Schulen sind also einmalig 380000 $ und jährlich wiederkehrend 162000 $ erforderlich.
Wenn wir an die Wurzeln des chinesischen Volkstums kommen wollen, müssen wir insbesondere auch das noch nicht geöffnete Innere Chinas in den Kreis unserer Arbeit einbeziehen. Die vorhin genannten zehn Provinzen sollten mit einem Netz von 30—40 Mittelschulen ä etwa 70 Schülern überzogen werden und zwar in der Weise, daß annähernd auf jede Provinz ca. drei Schulen
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