Samoa.
sind, beruht darauf, daß iu dem Inselgebiet bisher keiue Zölle erhoben wurden, nur Geroerbesteuern und Gebühren verschiedener Art. In den Marshallinseln wird auch eine Lingeborenensteuer erhoben. Für die Zukunft sind erhebliche Mehreinnahmen von der Erhebung von Zöllen zu erwarten, deren Einführung in Aussicht genommen ist, ferner auch von den Abgaben, die von dem auf Nauru und Angaur gewonnenen Phosphat zu entrichten sind (0,50 M. bzw. ^,25 M. pro Tonne).
6. Samoa.
a) Das Land.
Das deutsche Schutzgebiet Samoa umfaßt die beiden großen Inseln Upolu und Savaii, sowie die dazwischen gelegenen beiden kleineren Inseln Apolima und Manono. Das ganze Schutzgebiet hat eine Größe von 2572 c^lcm, ist also etwas größer als das Herzogtum Sachsen-Meiningen. Ls entfallen auf Savaii ^69^ c^lcm, Uvolu 868 hkm, Manono 6,5 qlcrn und Apolima H,7 hkin. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und durchweg von Bergen durchsetzt, welche eine Höhe bis gegen ^800 m auf Savaii und ^00 m auf Upolu erreichen. Die Vulkane auf Upolu und den kleineren Inseln sind sämtlich erloschen. Auf Savaii war bis vor kurzem das gleiche der Fall. Doch fand ^02 plötzlich ein Vulkanausbruch auf dieser Insel statt. Der Vulkan richtete damals nur wenig Schaden an, und die vulkanische Tätigkeit hörte nach einiger Zeit auf. Später fand jedoch ein neuer Ausbruch an einer anderen Stelle der Insel statt, und seitdem ist der Vulkan in beständiger Tätigkeit und hat eine größere Fläche fruchtbaren Landes an der Rüste mit Lava bedeckt.
In Upolu gibt es viele !Vasserläufe, während Savaii nicht über den gleichen Reichtum an Bächen verfügt, da dort das Wasser in dem durchlässigen Boden leichter versickert.
Die Rüste fällt zum Teil schroff ins Meer ab, zum Teil findet sich ein flacher Sandstrand. Dem Lande sind meist Korallenriffe vorgelagert, welche weit in das Meer hinausragen, und zwischen denen sich nur vereinzelte Bootspassagen finden. An Häfen ist Samoa arm. Der Hauptplatz Apia selbst stellt nur einen Ankerplatz dar, welcher nach Norden zum großen Teil offen ist und in der schlechten Jahreszeit den Schiffen nur
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