II. Die einzelnen Kolonien.
Deutsch-Ostafrika.
a) Das Land.
Deutsch-Ostafrika hat einen Flächeninhalt von 995 000 c^Km, das ist mehr als das ^ fache der Größe des Deutschen Reichs. Das zwischen den: ^ und ^. Grade südlicher Breite und dem 30. und HO. Grade östlicher Länge von Greenwich gelegene Schutzgebiet grenzt im Gsten an den Indischen Ozean, im Norden und Nordosten an Britisch-Gstafrika, im Westen an den Rongo- staat, im Südwesten an das britische Südafrika und im Süden an j)orwgiesisch-Gstafrika.
Die etwa ^000 Km lange Rüste besitzt verschiedene gute Häfen, besonders Daressalam und Tanga.
Der größte Teil des Schutzgebietes wird von einem mächtigen Hochland erfüllt, das im Norden ziemlich nahe an die Rüste herantritt, nach Süden zu sich immer weiter ins Innere des Landes zurückzieht. Das an Umfang beträchtlich dagegen zurückstehende, im Norden schmale, im Süden breitere Rüstentiefland wird von dem Hochland durch eine Rette von Gebirgszügen, das ostafrikanische Randgebirge abgegrenzt. Die Gebirgszüge beginnen im nördlichen Teil in geringer Entfernung von der Rüste, während sie im Süden bis fast an den die Südwestgrenze des Schutzgebietes bildenden Njassasee zurücktreten.
Der Rüste sind häufig Korallenriffe vorgelagert. Der Strand ist teilweise von Mangrovedickichten umsäumt. Die Rüste selbst weist vielfach eine üppige Flora auf. Doch meist beginnt in geringer Entfernung von der Rüste die mit mannshohem Gras bedeckte Steppe, welche den größten Teil des Vorlandes bis zu dem Nandgebirge einnimmt.