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Unsere Kolonien / von Heinrich Schnee
Entstehung
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167
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Das Inselgelnet d. Karolinen-, palau-, Marianen- u. Marshallinseln. ^67

L^auptteil der letzteren bilden Zölle mit 2^5 000 M., welche lediglich von bestimmten Artikeln, wie Tabak und Spiritussen erhoben werden. Im übrigen werden außer verschiedenen Abgaben, Ge­bühren usw. M.) auch Eingeborenensteuern erhoben. Die Erhebung dieser als Kopfsteuer von 5 M. jährlich den erwachsenen arbeitsfähigen Eingeborenen auserlegten Steuer ist bei der auf tiefster Stufe stehenden, zerstreut im Urwalde lebenden Bevölke­rung außerordentlich schwierig. Sie ist zunächst nur in den durch die Verwaltung organisierten Bezirken der Gazellehalbinsel, der kleinen Neulauenburggruppe und Nord-Neu-Mecklenburgs ein­geführt und für auf H5 000 M. veranschlagt. Line Ver­minderung des Reichszuschusses dürste für die Zukunft zu er­warten sein, da einmal mit einer Erhöhung der Zolleinnahmen durch Einführung allgemeiner I^Oprozentiger Wertzölle wie in den anderen Schutzgebieten zu rechnen ist, andererseits vom nächsten Jahre ab die an die Neu-Guinea-Rompanie zahlbare Jahresrate von H00000 M. (laut Vertrag über Ablösung der Landeshoheits- rechte auf die Dauer von zehn Iahren seit 1^399 ZU zahlen) in Wegfall kommt.

K. Vas Inselgebiet der ttarolinen-, Palau-, Marianen- und Marshallinseln.

a) Das Land.

Das Inselgebiet umfaßt eine große Anzahl kleinerer Inseln. Die ganz überwiegende Mehrzahl derselben sind slache Rorallen- inseln, welche sich nur wenig über den Meeresspiegel empor­heben. Nur einige Inseln sind vulkanischen Ursprungs und ragen zu erheblicher Bergeshöhe aus dem Wasser empor. Die flachen Inseln sind häufig Atolle, ringförmige Roralleninseln. Eine solche Insel besteht meist aus einem runden Gürtel von Ko­rallen, innerhalb dessen ruhiges, seichtes Wasser sich befindet, die Lagune, welche durch eine oder mehr Öffnungen in dem Rorallen- ring mit dem offenen Meer verbunden ist. Bisweilen ist der ganze Rorallenring mit Erdreich versehen und weist Oflanzenwuchs auf, besonders Rokosbäume. In anderen Fällen ist aber nur an ein­zelnen Stellen Vegetation vorhanden, während andere Teile des Riffs vom Meer überspült und unbewohnbar sind.

Das Gesamtareal der über einen ungeheuren Raum im Stillen