^70 ?as ^nselgeliiet d. Kciiolinen-, pcilcm-, INarianen- u. Mavshallinseln.
welä^e gleichzeitig die Phosphate der englischen Nachbarinsel Gcean-Island abbaut. Die Ausbeutung der deutschen Insel hat erst mit Hilfe einiger hundert eingeführter chinesischer Arbeiter begonnen. Für 1L03 ^ine Ausfuhr von etwa 80 000 Tonnen zu erwarten, welcher Betrag sich später erheblich steigern dürfte.
Auch auf der Insel Angaur in den palauinseln und auf der Insel Feis in den Westkarolinen sind Phosphatlager vorhanden. Ein deutsches Unternehmen zur Ausbeutung dieser Phosphatlager ist in der Bildung begriffen. Die von dem deutschen Südsee-Phosphat-Syndikat in das Inselgebiet entsandte Expedition hat die Menge des auf Angaur vorhandenen Phosphats auf 2 Millionen Tonnen geschätzt.
d) Die Eingeborenen und ihre Produktion.
Das Inselgebiet wird von Mikronesiern bewohnt. Es sind dies wohlgewachsene Eingeborene brauner Hautfarbe, welche den polynesiern am nächsten verwandt sind, mit schwarzem, aber nicht wollartigem Haar. Die Zahl der Bewohner der gesamten Inselgruppen wird auf 56000 Röpfe geschätzt. Die Hauptbeschäftigung der Mikronesier bilden Ackerbau und Fischfang. Sie sind geschickte Seefahrer, die gewaltige Strecken auf dem Weltmeer in ihren, mit Mattensegeln versehenen Ranus zurücklegen.
Die Zahl der Eingeborenen der ZVestkarolinen beträgt zirka 1,2 000, der palauinseln 3000, der Marshallinseln etwa ^5 000. In den Gstkarolinen sind die Trukinseln mit etwa 1^3500 Bewohnern die bevölkertste Gruppe.
Besondere Erwähnung verdienen die Eingeborenen der Marianeninseln. Das diese Inseln bewohnende Volk, die CHarn orro, gleichfalls Mikronesier, war in früherer Zeit sehr zahlreich. Als IM8 die Spanier die Inseln in Besitz nahmen, wurde die Zahl der Eingeborenen auf ^0—60000 Röpfe und selbst noch höher geschätzt. Die Spanier errichteten bald eine Iesuiten- mission und suchten die Eingeborenen trotz ihres Widerstrebens zum Christentum zu bekehren. Die hieraus resultierenden Kämpfe und Unterdrückungen führten fast zur Vernichtung der (Lhamorro, welche bereits im Anfange des ^3. Jahrhunderts auf wenige Tausend zusammengeschmolzen waren. Ihre Zahl nahm später