Die Bevölkerung.
erstgenannten, ansteckenden Krankheit wird mit Erfolg durch Impfungen entgegengearbeitet.
An Mineralien sind bis jetzt noch keine bedeutenden Funde gemacht worden. Nach den bisherigen geologischen Untersuchungen sind auch wertvolle Mineralien wie Gold und Rupfer kaum im Schutzgebiet zu erwarten. Line eingehende Durchforschung der. Kolonie in dieser Beziehung hat allerdings noch nicht stattgefunden. Von der Kamerun-Bergwerksgesellschaft waren umfangreiche Bohrungen nach Oetroleum angestellt worden, welche indessen ein nennenswertes Ergebnis nicht gehabt haben. Bei Duala sind erdölhaltige (Quellen in größeren Mengen festgestellt worden. Es ist zu vermuten, daß irgend ein Oetroleum enthaltendes Bassin vorhanden ist; nach den negativen Resultaten der Bohrungen hat jedoch die Gesellschaft ihre Tätigkeit eingestellt.
Die Gesellschaft Nordwest-Kamerun hat in ihrem Konzessions- gebiet südlich des (Lroßflusses bei Ossidinge Glimmerfunde gemacht, welche zu guten Hoffnungen berechtigen. Glimmer wird hauptsächlich für elektrische Maschinen hoher Spannung benötigt, weil es das einzige Material ist, welches die Elektrizität nicht durchläßt.
d) Die Bevölkerung.
Die weiße Bevölkerung zählte am ^. Januar MO Köpfe (837 männlich, 123 weiblich), gegen 8H6 im Vorjahr. Deutsche Neichsangehörige waren davon 860, Engländer 53, Amerikaner HZ, sonstige Nationen waren noch schwächer vertreten.
Die Eingeborenen-Bevölkerung von Kamerun zerfällt in drei Gruppen, Bantuneger, Sudanneger und großenteils der hamitischen Nasse angehörige fremde Einwanderer. Die gesamte Bevölkerung wird auf 3Vs Millionen Köpfe geschätzt. Genauere Zählungen bzw. Schätzungen haben in einer Reihe von Bezirken stattgefunden. Das Ergebnis derselben ergab Anfang ILN folgende Beoölkerungszahlen für die nachbenannten Bezirke:
Bezirk:
Duala Kribi . Lolodorf Iaunde Lomie Lamvo
66 000
20000 (^906) HO 000 70 000 92 600 5 750 (1906)