Deutsch-Südwestasrika.
Frauen und ^32 Rinder. Auf eine Anfrage haben sich nahezu ^000 ehemalige Schutztruppenangehörige als Ansiedler gemeldet, welche teils als Handwerker usw., teils als Farmer dortzubleiben gedenken. Doch haben sich auch eine ganze Anzahl von Personen aus Deutschland nach Südwcstafrika begeben, um sich dort als Ansiedler niederzulassen. Am ^. Januar betrug die Zahl
der Weißen 3300. Der Handel des Schutzgebiets beschränkt sich, abgesehen von der Ausfuhr von Rupfererzen, entsprechend dem Zustande des Landes nach dem Aufstand fast ausschließlich auf die Einfuhr. Dieselbe betrug ohne Negierungsgüter
36732 006 !N., mit Regierungsgütern 69003565 M. Der ganz überwiegende Teil dieser Einfuhr (52^02955 M.) kam aus Deutschland, zirka ^0^/, Millionen Mark aus der Rapkolonie. Die Ausfuhr war dem gegenüber mit 333 035 M. äußerst gering. Außer Häuten von Ochsen, Ziegen und Schafen (l22 000 M.) wurden besonders Nobbenfelle (55 000 M.), Straußfedern (55.000 M.), Rupfererze (^7 000 M.) und Guano (2^000 M.) ausgeführt.
Deutsch-Südwestafrika ist in erster Linie ein viehzuchtgebiet. Außerdem kommt es auch in beschränktem Alaße für die Anlage von Rleinsiedelungen, für Garten- und Ackerwirtschaft in Betracht. Endlich hat der Bergbau bereits eine gute Entwicklung genommen und bietet für die Zukunft weiterhin gute Aussichten. Diese drei Zweige der Entwicklung werden in den nächsten Abschnitten gesondert behandelt werden.
6) Viehzucht. L armwirtschaft.
Die sämtlichen sachkundigen Oersonen, welche sowohl Deutsch- Südwestafrika, wie das übrige Südafrika kennen, stimmen darin überein, daß unser Schutzgebiet an Eignung für die Viehzucht hinter anderen Teilen Südafrikas keinesfalls zurücksteht.
Der mittlere Teil, das Hereroland, gleicht nach dem Urteil eines, in unserem Schutzgebiet geborenen, ausgezeichneten Renners Südafrikas, des Professors Dr. Hahn aus Rapstadt, der Gstprooinz des Raplandes und der Granjeflußkolonie. Dies letztere «land erfreute sich als Oranjefreistaat vor Ausbruch des Burenkrieges eines großen Wohlstandes, der hauptsächlich auf Landwirtschaft und Viehzucht basiert war. In diesem Lande, welches