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Deutsch-Südwestafrika.
Die Finnische Mission ist seit M0 im Norden des Schutzgebiets unter den Gvambo tätig. Sie zählte Anfang ^93 Getaufte.
Die katholische Mission der patres Oblaten wirkt seit ^395 in Südwestafrika. Sie entfaltet ihre Tätigkeit im Herero- und Namaland. Angaben über die Gesamtzahl der Getauften sind in den letztveröffentlichten Jahresberichten nicht enthalten.
c) Europäische Besiedelung.
Die rheinischen Missionare waren ^3^2 von Süden her über den Granjefluß gekommen, wo allein ein leichter Zugang zu dem Gebiet gegeben war, während nach dem Meere hin der breite Wüstenstreifen jede Möglichkeit eines Lindringens in das Innere verhinderte. Auf dem gleichen Wege folgten später Händler und Jäger, welche auch weiter nach Norden vordrangen. Es entwickelte sich ein lebhafter Handel mit der Rapkolonie. Die weißen Händler kauften im Hereroland Rinder von den Eingeborenen und trieben sie durch das Groß-Namaland nach dem Süden des Raplandes. Dieser Viehhandel erreichte jedoch infolge verschiedener Umstände, insbesondere der durch die Räubereien der Hottentotten geschaffenen Unsicherheit des Weges durch das Groß- Namaland etwa im Beginn der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts sein Ende. Zum Teil wurde er durch Handel nach Gsten mit Transvaal ersetzt.
In den Iahren ^833/85 schloß der Bremer Raufmann Lüderitz verschiedene Verträge mit eingeborenen „Kapitänen" ab, durch welche ihm umfangreiche Land- und Minenrechte in Südwestafrika überlassen wurden. Der erste Vertrag vom ^. Mai ^333 wurde mit dem Rapitän Josef Fredriks in Bethanien abgeschlossen. Durch diesen erwarb Lüderitz die Bucht von Angra Oequena (jetzt Lüderitzbucht). Durch die späteren Verträge erwarb er sehr umfangreichen Grundbesitz, insbesondere die übrige Rüste Südwestafrikas, sowie einen ^50 Krn breiten Streifen nach dem Innern zu. Im Jahre ^335 übernahm die unter Beteiligung von Lüderitz gegründete „Deutsche Rolonialgesellschaft für Südwestafrika" diese gesamten Erwerbungen. Lüderitz selbst war es nicht beschieden, sich der Entwicklung seiner Erwerbungen widmen zu können. Er ertrank M6 an der Mündung des Granjeflusses. Die deutsche Rolonialgesellschaft für Südwestafrika übertrug später