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Unsere Kolonien / von Heinrich Schnee
Entstehung
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Die Bevölkerung.

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stehen weiter voneinander. Bisweilen gibt es auch gar kein Gras, sondern nur in größeren Abständen wachsende Futterkräuter ver­schiedener Art. Diese Futterpflanzen sind sehr nahrhaft und gestatten das Halten von Vieh auch in diesen außerordentlich wasserarmen Gebieten. Die Schwierigkeit liegt auch hier in noch höherem Maße als in den nördlichen Gebieten in der Gewinnung von Wasserstellen, da ohne das Vorhandensein solcher in ange­messener Entfernung voneinander das Halten von Vieh in größe­rem Maßstabe nicht möglich ist.

Was die Tierwelt im Schutzgebiet anbetrifft, so sind an Raubtieren Hyäne, Schakal, Leopard und Gepard weit verbreitet. Der Löwe kommt in einzelnen Gebieten, besonders im Norden vor. Antilopen sind häufig, in den Bergen auch Springböcke. Elefanten gibt es nur noch im äußersten Norden, auch Giraffen sind selten und werden nur im Norden und Gsten ge­troffen. In den mittleren und südlichen Teilen gibt es Strauße. Dieselben sind während des Lingeborenenaufstandes wenig ver­folgt worden und haben deshalb neuerdings eine Zunahme er­fahren. Schlangen und Eidechsen sind im Schutzgebiet zahlreich vertreten. <

d) Die Bevölkerung.

Die weiße Bevölkerung (ausschließlich Schutztruppe) betrug am ^. Januar lL^? 7^0 Aöpfe (5H63 männlich, I6H7 weib­lich), gegen 6366 im Vorjahr. Davon waren deutsche Reichs­angehörige, Briten, 2H7 (Österreicher, ^77 Russen, der Rest verteilte sich auf verschiedene Nationen. Am ^. Januar war die Zivilbevölkerung auf 3300 Röpfe angewachsen.

Die Zahl der Eingeborenen Deutsch-Südwestafrikas wurde vor dein Aufstand auf etwa 200 000 geschätzt; nachdem in dem Kriege das Volk der Herero bedeutende Verluste erlitten hat, ist die Zahl jetzt als geringer anzunehmen, jedoch liegen genauere Angaben darüber nicht vor.

Den Norden des Schutzgebietes, das Amboland, bewohnen die Gvambo, welche zu den Bantunegern gehörig sind. Ihre Zahl wird auf 6030 000 geschätzt. Die Ovambo sind Acker­bauer; Viehzucht tritt bei ihnen zurück. Sie sind bisher mit den Weißen in vereinzelte Konflikte geraten, insbesondere wurde die Station Namutoni an der Grenze des Ambolandes von den Leuten des Gvambohäuvtlings Nechale angegriffen. Nachdem