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Die Transvaalfrage : aus dem Französ. nach der 5. Ausg. übers. / Eduard Naville
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Pie Anicrljandlnttqeu.

Darf eine Äiacht wie England den Klagen einer so grossen Anzahl seiner Unterthanen gegenüber, welche nch in ihrer ver­zweifelten Lage an die Regierung wendet, tauh bleiben, nament­lich, wenn diese umsonst den Gerechtigkeitssinn der Regiernng oc5 Landes, in ivelchem sie wohnen und dessen Wohlstand sie bilden, zu erreichen versucht hatten? Diese Frage wird zuerst ansgeworsen und bestimmt die Lage. In dieser Fassung, die doch walnlwftig ganz einfach ist, kann es nur eine Lösung geben: England darf die Uitländer nicht unberücksichtigt lassen, darf die Erfahrungen von l!-^1 nicht von neuem riskiren.

Wir wollen hier nicht im einzelnen die verschiedenen Plwß'n der Unterhandlungen durchgehen, welche mit der Blömfontain- Konserenz, die vom Präsidenten des freien Staates Oranien zwischen Krüger uud dem Statthalter Alfred Milner vom Kap­land eingeleitet wurden, beginnen. Diese Zusammenkunft blieb, wie man weiß, ohne Resultat, weil der Präsident Krüger den Vorschlägen Alfred Milners ein fchrosfes Nein entgegenbrachte. Und was enthielten diese Vorschläge? Vorerst den Zulaß der seit fünf Jahren in Transvaal niedergelasseneil Uitländer zum Stimmrecht und eine Vertretung derselben in den Goldminen­bezirken. Die Stärke der Vertretung war anfänglich nicht fest­gesetzt, sollte aber im Raad etwa ein Viertel ausmachen. Man hat England eine derartige Einmischung in die innern Ange­legenheiten vorgeworfen uud thut's noch heute. Hat denn nicht jeder Staat das Recht, die Zulassung zum Bürgerrecht nach eigen-u» Ermessen zu ordnen? Es ließe sich allerdings über die­sen Punkt viel sagen, namentlich könnte man sich auf deu ge­waltigen Unterschied zwischen den alten Staaten wie die Unse- rigen bernsen, die seit Jahrhunderten bestehen nnd den Staaten, die in der Bildung begriffen sind und sich nur durch Einwan­derung, durch die Ankunft neuer Elemente, welche das Haus bauen helfen, vergrößern nnd entwickeln können! Läßt man jedoch den Rechtspnnkt bei Seite, so muß man doch zugeben, daß die Bewilligung des Wahlrechtes an Uitländer sür die Buren das bequemste und ehrenvollste Mittel ist, den Wünschen