Zur Transvaalfrage.
Geschichtliches.
Die Transvaalfrage ist nicht so leicht, wie mnn im ersten Augenblicke glaubeil möchte. Wenn man die beiden Gegner vor sich sieht, so bildet mnn sich vorerst ein, es handle sich einfach um den Kamps eines kleinen Volkes und einer Großmacht, welcbe unter allerlei Verwänden dem kleinen sein Gebiet und seine Unabhängigkeit wegzunehmeil trachtet. Es liegt in der Natur, daß die Sympathien des Schweizers zu Gunsten des schwachen sind. Betrachtet mnn aber die Geschichte Transvaals und erwägt man die heutigen politischen und wirtschaftlichen Zustände des Landes, so wird man anerkennen müssen, daß der eigentliche Grnnd, weshalb Transvaal seine Existenz auf das Spiel setzt und vielleicht verlieren wird, ein solcher ist, von dem sich ein kleines Volk nicht hätte sollen leiten lassen. Derselbe liegt weder in der Unabhängigkeit, die England ihm gerne lassen null, noch in der Freiheit, die weder die Transvaalgesetze und noch viel weniger dessen Regierung selbst kennen. Um keine dieser Grundsätze willen wirft sich Transvaal in einen Krieg, der ihm verhängnisvoll wird. Nein, es handelt sich um die Aufrechterhaltung der absoluteil Herrschaft über dieUitlander lAllsländer, Fremde) lind um die fiuanziellen Vorteile, die sich daraus ziehen lassen- mit einem Worte, es ist vor allem eine Geld- oder vielmehr eine Gold frage. Ebenso wenig ist es zulässig, eine Parallele zwischen Transvaal und den alten Schweizern oder den Montenegrinern zu ziehen. Da sich nach unserem Dasür> halten aus der gegenwärtigen Lage für kleine Völker allerlei Belehrungen ergebeil, so wollen wir unsern Landsleuten diese ,^age, so wie wir sie verstehen, auseinandersetzen. Abgesehen von amtlichen Belegeil, liegen uns die Quellen in den verschiedenen