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2ü. Länge des Schlüsselbeins (geradlinige Entfernung des äußersten acromialen vom äußersten sternalen Ende)......12,8 cm.
Eine eingehende Messung des Schädels habe ich, da es mir an dem nötigen Vergleichsmaterial mit anderen Schädeln Melanesiens fehlt, aufgeschoben; nur zwei maßstabgetreue (siehe Tafel XXVII.**) Abbildungen mögen dem näher interessierten Leser' schon jetzt die Maße selbst abzugreifen gestatten, deren er zu eigenen Vergleichen bedarf. Hier mögen zur ersten Charakteristik folgende Angaben genügen:
21. Größte Länge des Schädels (geradliniger Abstand des in der Medianebene am weitesten vorspringenden Punktes der Glabella von dem am weitesten vorspringenden Punkt des Hinterhaupts)........17,4 cm.
22. Größte Breite des Schädels (geradliniger Abstand der beiden seitlich am weitesten vorspringenden Punkte des Hirnschädels, hier an der hinteren, oberen Grenze von Scheitelbein und Schläfenschuppe gelegen) .... 13,6 cm.
23. Der Längenbreiten-Index des Hirnschädels ist somit...........78,16.
Der Schädel ist also mesocephal (sensu Garson), mehr der Grenze der Kurz- als der der Langköpfigkeit genähert.
24. Der Stirnprofilwinkel (Winkel zwischen der Ohr-Augen-Ebene einerseits, der Linie andererseits, die die Stirnnasennaht mit der Mitte der Verbindungslinie zwischen den höchsten Punkten der Stirnhöcker verbindet), so gut er ohne eigens konstruiertes Schädelwinkel-Meßinstrument bei sehr schwacher Entwicklung der Stirnhöcker zu messen war, beträgt . 74 0 .
25. Anatomische Gesichtslänge (geradliniger Abstand der Stirnnasennaht vom Kinnpunkt)
11,9 cm.
26. Jochbogenbreite (geradlinige Entfernung der seitlich am weitesten vorspringenden Punkte der Jochbogen)........13.1cm.
27. Der Gesamtgesichts-Index ist somit . 90,84.
Der Schädel ist also leptoprosop (sensu Kollmann), nahe der Grenze der Mesoprosopie.
28. Gesamtprofilwinkel (Winkel zwischen der Ohr- Augen-Ebene einerseits, der Linie andererseits, die die Stirnnasennaht mit dem am meisten nach vorn vorspringenden Teil des Alveolar- randes des Oberkiefers in der Medianebene verbindet) .........7^°-
Der Schädel ist also schwach prognath, nahe der Grenze zur Mesognathie. Bemerkenswert ist die Konvexität des Al- veolarteils der Oberkiefer.
29. Tiefe der incisura mandibulae (= Senkrechte, gezogen von der tiefsten Stelle der Incisur zur Verbindungslinie der höchsten Punkte von proc. conoro'ides und capitulum) . 8,5 mm.
30. Breite der incisura mandibulae (Abstand zwischen der Spitze des proc. coronoides und der Verbindungslinie vom lateralen und medialen Gelenkende des capitulum) . . . 31,0 mm.
31. Der Index der Unterkieferincisur beträgt somit
27,42.
Die Seichtheit des Unterkiefereinschnitts fällt schon vor Anlegung des Maßstabs auf; sie erinnert an die des Neandertaler Fundes.
Diese Maße mögen für die neuerdings wieder mehrfach erörterte Frage der Neuguinea-Pygmäen (35. I. S. 494, 13. S. 319) neue zahlenmäßige Einzelanhalte geben.
3. Die Vegetation
der obersten Stromstrecke gliedert sich naturgemäß in die zwei Formationen des Geröllbusches und des Waldes der Uferfelsen. Betrachten wir das Pflanzenleben, wie es sich, typisch für weite Uferstrecken des Sepik im Gebirge, auf einer kleinen ufernahen
a) Geröllinsel (beim Ankerplatz XXXII., siehe Sepik-Karte IL Blatt 3) zur Zeit des Oktoberendes zusammensetzt.
Im Baurabestan d spricht sich unzweifelhaft eine Annäherung an die Vegetation der Flußufer aus, die wir etwa 180 km nördlich im Bereich des Bewani kennen gelernt hatten. Die Kasuarinen, C. equisetifolia, die dort streckenweise die Sand- und Geröllsäume der Wasserläufe begleiteten, begegneten uns bei der Auffahrt im Sepik zum erstenmal in einzelnen Exemplaren zwischen dem Schnellen- und Prauenbiwak (Sepik-Karte III. Blatt 3 oben). Im Sepik-Oberlauf wird sie dann immer häufiger. Ohne daß ich es mit Blüten oder Früchten belegen könnte, sind hier auch die Buchen-ähnlich verzweigten und -belaubten Bäume und die Akazien (siehe S. 30. r.) wiederzuerkennen, die dort im Norden so charakteristisch ihre Äste schirmend über das Ufer breiteten.
Daneben finden sich, ohne Vergleiche mit den nördlichen Gegenden anzuregen, baumbildend Eu- phorbiaeeen, Bignoniaceen mit orangegclbcn, innen stark behaarten Blütenkelchen und Urticaceen mit Pipturus incanus.
Im Gehölz mit G r o ß b u s c h - W u c h s fällt eine Sterculiacee auf, die Äste mit kleinen scharfen Stachelchen bedeckt, die Blätter sammetartig Fein behaart. Die fünf fahlgelben, elliptisch gerundeten 2 cm langen Kronenblätter der Blüten nehmen nach