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T. 1 (1911) Aufgaben und Verlauf, die Karte, Ergebnisse der Sammlungen, Ethnographisches / von Fritz Jäger. Mit Beitr. von A. Wedemeyer ...
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verbalen Verhältnisse zu machen. Folgende Be­obachtungen scheinen mir aber einstweilen mitteilens-

Viele Verba erinnern durch ihre Auslaute -a, da -an an Nominalbildungen, vgl. nat-abauen (Nandi not), yayoi-daankommen, balodasprechen, saramantanzen, spielen usw. Ohne Suffixe finden sich jedoch auch einige Beispiele vgl. lilschlafen (Saho din). Man vergleiche dazu die sogenannten schwachen Verba des Somali, die wirkliche Nomina sind und mit den Personalpräfixen verbunden als Verba fungieren (Reinisch, Somalisprache III, S. 87).

Der Imperativ ist häufig mit dieser Stammform Gleichlaufend z. B. benkomm! fwatjlauf!, kann aber durch mehrfache vorläufig undurchsichtige Prä­oder Suffigierungen von a oder ni oder auch Redu­plikation erweitert werden z. B.

fwadjageh! (von fwatj), agisigin! (Bari ngetji), adangib!

abededasitze! (vgl. Mbulunge ibithi), nimestirb! (Nandi me), fekenisteh!

Unter den finiten Formen begegnet in vielen Beispielen das beim Adjektiv schon erwähnte Präfix go, das die 3. Pers. Sing, bildet und wohl auch in dem Absolutum kwiyener steckt. Beispiele:

KJ KJ

gölasaer schlägt von lasaschlagen, gonereser wurde zornig,

* v /

goselaer führte Krieg.

Nach diesen Beispielen, die ich den als Ganzes leider immer noch nicht zu analysierenden Texten Baumanns (S. 366) entnehme, kann dieseTempusform als Aorist bezeichnet werden; sie dient der Er­zählung in der Gegenwart und Vergangenheit. Als 1. Person mag hierzu nach Analogie des Nandi eine Form wie a-lavaich folge (vgl. Bedauye lam, folgen) gehören; in der 2. Person hat das Nandi als Präfix i(e), unter den von Werth er gegebenen Formen dürften wohl i-logatöten (Galla gora) und (h)i-stabuhinaufsteigen hierherzuziehen sein.

Ein reines Präsens wird durch ein gleichfalls pronominal-präfigiertes Hilfswort i gebildet z. B.

t KJ

goi gogasaer liebt, goi godahaer sieht.

6. Partikeln usw.

Das Adverb folgt unmittelbar seinem Zeitwort z. B. abededa eidemsitze hier! Die große Mehr­zahl der als Adverbien gebräuchlichen Wörter sind

-WJ

vauiiLCLX CHISL

weilen zu den Adjektiven gestellt werden, und andere wie eidemhier sind Demonstrativa. Beispiele: omongeyetoben, nenitunten

kerakitavorn, anikinabe askwertheute, numadabald,

koodoshinten, asiogiferne, olomodjigestern, sa %etmorgen'

Andere Formen sind zusammengesetzt z. B. galagaseimmer d. h. wohlalle Tage vgl. Somali weli-ga, Kafa bulli-gor; ferner ebubata minenall­

mählich, sachte, vielleichtein kleines Stückchen, idzuluhoch ist natürlich Bantu.

Als wichtige Präposition ist noch a zu nennen, das dem Nandi ak, okund, mit entspricht. Die dumpfere Vokalisation finde ich im Tatoga nur beim Zahlwort s. oben, während a bei der Genitivbildung und wohl auch beim Adjektivum eine hervorragende Rolle spielt. Die Grundbedeutung scheintmit (und zwar einschließlich des instrumentalen Sinns) z. B. mboit a tetZiegen und Ochsen; gobeidj a

KJ

belanketer schlägt mit dem Stock. Übertragen auch für die Ortsbewegung z. B. gedyak sit a koa ich schicke einen Mann ins Dorf.

Als Grußformel dient für den ganzen Tag und ! für beide Geschlechter: seiyu! Geantwortet wird in Manati seiyu gongolin! in Ufiome idik gongolin! (s.

| Kannenberg a. a. 0 Glauning in Mitt. Sem. or.

1 Spr. VI. 3, S. 136). Zu vergleichen ist die Grußformel

i von Iramba: seu, Antwort: seine; ferner Mbulunge- ; grüß sayum.

! Das Kriegsgeschrei der Manati lautet: u-ua-a!

| emudjin! das der Tatoga in Klein-Ufiome: uhaiyeda!

Kapitel II.

! Die Sprache von Iraku.

! Die Irakusprache, deren Verbreitungsgebiet

! durchaus auf die gleichnamige Landschaft be- i schränkt und seit einigen Jahrzehnten in Mburu j noch durch das Tatoga (siehe oben) eingeengt ist, j bildet mit den Idiomen von Ufiome, Uassi, Mbulunge und Ungomvya (Useria) eine nur durch das Bantu­gebiet von Irangi unterbrochene Einheit, zumul auch die Auswanderung jenes drupps von Waassi, dei heute bei Handali im mittleren Ugogo sitzt, erst von etwa 1800 an datieren dürfte und die Nieder­lassung der Wangomvya in Ugogo (aus Usigua über Mbulunge eingewandert) nach den Ermittlungen | von Claus 1 ) erst vor zwei Generationen erfolgt ist.

B Ztschr. f. Ethnologie 1910, S. 489 li.