Teil eines Werkes 
T. 1 (1911) Aufgaben und Verlauf, die Karte, Ergebnisse der Sammlungen, Ethnographisches / von Fritz Jäger. Mit Beitr. von A. Wedemeyer ...
Entstehung
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c l es Materials zuzuschreiben. Diphthonge sind namentlich au und oi, auch ai und ei; au ist oft = o z . B. ähaugroß neben äho.

Von zusammentreffenden gleichen Vokalen wird der erste gewöhnlich elidiert z. B. mboit a tet,Ziegen un( j Ochsen für mboita a tet; doch kommen auch sonst Verkürzungen vor z. B. undamiasein guter Mann für untu amias.

Was den Akzent betrifft, dessen Besonderheiten schon Last (a. a. O., S. 4) bemerkt, so läßt sich zwar erkennen, daß von vokalisch auslautenden Wörtern alle Zweisilber und die Mehrsilber mit langem Vokal oder Diphthong der vorletzten Silbe als Paroxytona, die Mehrsilber mit kurzem Vokal in der vorletzten als Proparoxytona behandelt werden; konsonantisch auslautende Wörter werden aber ohne bisher er­kennbare Regel teils auf der letzten, teils auf der vorletzten Silbe betont. Das adjektivische a- zieht immer den Hauptton auf sich. Nebentöne sind so­wohl bei drei- als. auch zweisilbigen Oxytonen zu beobachten.

Einem regelmäßigen dialektischen Laut­wandel sind insbesondere die Lenes und die Vokale unterworfen. Meist wird die Explosiva des Manati- Dialekts bei den in Ufiome sitzenden Tatoga frikativ. Beispiele:*)

Manati d>r z. B. medjodAmulett dial. medjor,

gagjedPfeil dial. gagjer, katenrodaFrau dial. katemora,

o o

madaminiandaFeld dial. mara- minianda,

minuedi^tBrei dial. munuerir; 2 )

Manati b>vz, B. sabutsLeibgurt dial. savutk, balandaSalz dial. valand,

fr ~~ t

banekFleisch dial. vanek; Manati r 1 z. B. mangoreroter Hirse dial. mangole,

kiweregPennisetum dial. kiwele, serenienSklave dial. salenienda; Manati tnu y> nuz.B. mutetSpeer dial. nut.

o

Jedenfalls geht aus einigen dieser Beispiele her­vor, daß die Manati-Mundart nicht durchweg die ältere Form bewahrt hat vgl. auch geado^ dial. geladjibolcErnte.

Von Vokalen und Semivokalen werden nament­lich i und u, bzw. y und w vertauscht z. B. minu-

x ) Weitere Beispiele sind im Wörterverzeichnis (Kap. 3) enthalten und besonders bezeichnet.

2 ) % ist sekundär durch die Einwirkung des (wahischcinlich gespannten) i auf das t < auslautenden d entstanden.

Mitteilungen a. d. D. Schutzgebieten, Ergänzungsheft 4.

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edi^tBrei dial. munuerir, marugyaBier neben marguek; vgl. ferner manatiklein dial. minen, äsetGott dial. asit.

B. Zur Grammatik.

1. Das Nomen.

Die große Mehrzahl der Tatoganomina ist durch Suffixe in eine Anzahl von Kategorien eingeteilt, nach denen sich analog den Verhältnissen im Nandi, Ndorobo, Masai, Bari, Ful und andern Hamiten­sprachen die Pluralbildung regelt. Daß es sich hier nicht um Determination (wie im Nandi), sondern um Kategorien im Sinne der Bantu- und Fulgrannuatik handelt, zeigen gewisse Suffixwechsel z. B. balent Knabe, balodjikSohn (zu Saho bala, weiteres siehe im Wörterverzeichnis), ebensoPfeil gadjeg, gagjed oder gagjida,Frau kademga und katemoda

* o o

(wo aber der Bedeutungsunterschied nicht klar), kamuniend od. (dial.) kamuniandaHonig und kamunk (dial.)Honigbier, marugya neben marguek Bier. Über den Ursprung dieser Suffixe läßt sich zurzeit nicht einmal eine Vermutung aufstellen. Im Ful hält Westermann (Ful-Handbuch S. 204) dieEndungen, wie er sie nennt, nicht ohne Grund für früher selbständige Wörter; so mag auch das Tatogasuffix 3 (siehe unten) zu Bedauye daDing verglichen werden, wenn es nicht vielmehr aus -t + a entstanden ist.

Ohne Suffix finden sich eine Anzahl ein­silbiger oder durch noch nicht zu deutende Prä- formative 1 ) zweisilbig gewordener Stämme mit kon­sonantischem (auch nasalem) Auslaut z.B. kutMund, badutHügel (Somali düd-kiisolierter Sandberg, Galla tulu usw.), menStern. Sie werden im Plural nicht verändert, z. B. ndukKuh undKühe. Ferner entbehren die Fremdwörter der Suffixe; tumbatit neben tumbatTabak zeigt aber, wie solche Wörter auch formell in den Tatoga-Sprach­schatz aufgenommen werden. Soweit diese Premd- wörter nicht durch Bantupräfixe eine andere Bildungs­weise nahelegen, bleiben auch sie in dei Mehl zahl unverändert z.B. kipundiTabakspfeife, PI. kipundi (zu Mbugu kipunde, Mbulunge kubende, Ngomvya kipundituko).

Bemerkenswerterweise scheint sich bei dei Pluralbildung nicht suffigierter Zweisilber (nichtFremd- wörter) Veränderung des Anfangskonsonanten zu

i) Von denen sich ha- auch im Somali findet (Reinisch a a O. III. S. 40: Schleicher a. a. 0 ., S. 98), ebenso auch in toten Bildungen ba-, falls Schleichers Beispiel richtig ist (S. 80).

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