c l es Materials zuzuschreiben. Diphthonge sind namentlich au und oi, auch ai und ei; au ist oft = o z . B. ähau „groß“ neben äho.
Von zusammentreffenden gleichen Vokalen wird der erste gewöhnlich elidiert z. B. mboit’ a tet, „Ziegen un( j Ochsen“ für mboita a tet; doch kommen auch sonst Verkürzungen vor z. B. undamias „ein guter Mann“ für untu amias.
Was den Akzent betrifft, dessen Besonderheiten schon Last (a. a. O., S. 4) bemerkt, so läßt sich zwar erkennen, daß von vokalisch auslautenden Wörtern alle Zweisilber und die Mehrsilber mit langem Vokal oder Diphthong der vorletzten Silbe als Paroxytona, die Mehrsilber mit kurzem Vokal in der vorletzten als Proparoxytona behandelt werden; konsonantisch auslautende Wörter werden aber ohne bisher erkennbare Regel teils auf der letzten, teils auf der vorletzten Silbe betont. Das adjektivische a- zieht immer den Hauptton auf sich. Nebentöne sind sowohl bei drei- als. auch zweisilbigen Oxytonen zu beobachten.
Einem regelmäßigen dialektischen Lautwandel sind insbesondere die Lenes und die Vokale unterworfen. Meist wird die Explosiva des Manati- Dialekts bei den in Ufiome sitzenden Tatoga frikativ. Beispiele:*)
Manati d>r z. B. medjod „Amulett“ dial. medjor,
gagjed „Pfeil“ dial. gagjer, katenroda „Frau“ dial. katemora,
o o
madaminianda „Feld“ dial. mara- minianda,
minuedi^t „Brei“ dial. munuerir; 2 )
Manati b>vz, B. sabuts „Leibgurt“ dial. savutk, balanda „Salz“ dial. valand,
fr ~~ t
banek „Fleisch“ dial. vanek; Manati r 1 z. B. mangore „roter Hirse“ dial. mangole,
kiwereg „Pennisetum“ dial. kiwele, serenien „Sklave“ dial. salenienda; Manati tnu y> nuz.B. mutet „Speer“ dial. nut.
o
Jedenfalls geht aus einigen dieser Beispiele hervor, daß die Manati-Mundart nicht durchweg die ältere Form bewahrt hat vgl. auch geado^ dial. geladjibolc „Ernte“.
Von Vokalen und Semivokalen werden namentlich i und u, bzw. y und w vertauscht z. B. minu-
x ) Weitere Beispiele sind im Wörterverzeichnis (Kap. 3) enthalten und besonders bezeichnet.
2 ) % ist sekundär durch die Einwirkung des (wahischcinlich gespannten) i auf das t < auslautenden d entstanden.
Mitteilungen a. d. D. Schutzgebieten, Ergänzungsheft 4.
/
edi^t „Brei“ dial. munuerir, marugya „Bier“ neben marguek; vgl. ferner manati „klein“ dial. minen, äset „Gott“ dial. asit.
B. Zur Grammatik.
1. Das Nomen.
Die große Mehrzahl der Tatoganomina ist durch Suffixe in eine Anzahl von Kategorien eingeteilt, nach denen sich analog den Verhältnissen im Nandi, Ndorobo, Masai, Bari, Ful und andern Hamitensprachen die Pluralbildung regelt. Daß es sich hier nicht um Determination (wie im Nandi), sondern um Kategorien im Sinne der Bantu- und Fulgrannuatik handelt, zeigen gewisse Suffixwechsel z. B. balent „Knabe“, balodjik „Sohn“ (zu Saho bala, weiteres siehe im Wörterverzeichnis), ebenso „Pfeil“ gadjeg, gagjed oder gagjida, „Frau“ kademga und katemoda
• * o o
(wo aber der Bedeutungsunterschied nicht klar), kamuniend od. (dial.) kamunianda „Honig“ und kamunk (dial.) „Honigbier“, marugya neben marguek „Bier“. Über den Ursprung dieser Suffixe läßt sich zurzeit nicht einmal eine Vermutung aufstellen. Im Ful hält Westermann (Ful-Handbuch S. 204) die „Endungen“, wie er sie nennt, nicht ohne Grund für früher selbständige Wörter; so mag auch das Tatogasuffix 3 (siehe unten) zu Bedauye da „Ding“ verglichen werden, wenn es nicht vielmehr aus -t + a entstanden ist.
Ohne Suffix finden sich eine Anzahl einsilbiger oder durch noch nicht zu deutende Prä- formative 1 ) zweisilbig gewordener Stämme mit konsonantischem (auch nasalem) Auslaut z.B. kut „Mund“, badut „Hügel“ (Somali düd-ki „isolierter Sandberg“, Galla tulu usw.), men „Stern“. Sie werden im Plural nicht verändert, z. B. nduk „Kuh“ und „Kühe“. Ferner entbehren die Fremdwörter der Suffixe; tumbatit neben tumbat „Tabak“ zeigt aber, wie solche Wörter auch formell in den Tatoga-Sprachschatz aufgenommen werden. Soweit diese Premd- wörter nicht durch Bantupräfixe eine andere Bildungsweise nahelegen, bleiben auch sie in dei Mehl zahl unverändert z.B. kipundi „Tabakspfeife“, PI. kipundi (zu Mbugu kipunde, Mbulunge kubende, Ngomvya kipundituko).
Bemerkenswerterweise scheint sich bei dei Pluralbildung nicht suffigierter Zweisilber (nichtFremd- wörter) Veränderung des Anfangskonsonanten zu
i) Von denen sich ha- auch im Somali findet (Reinisch a a O. III. S. 40: Schleicher a. a. 0 ., S. 98), ebenso auch in toten Bildungen ba-, falls Schleichers Beispiel richtig ist (S. 80).
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