„die große Frau“ (Hauptfrau), Katemoda manan „die kleine Frau“ (Nebenfrau).
3. Zahlwort.
Von Zahlwörtern ist nur die Kardinalreihe bekannt geworden, und zwar durch die verschiedenen Gewährsleute in stark abweichender Form. Am zuverlässigsten scheint die von Bau mann gegebene Reihe zu sein, Werth er und sein Eingeborener waren schon bei „sechs“ auseinander. Ich gebe daher die Reihe so, wie sie mir durch den Vergleich der Quellen untereinander und mit den verwandten Spiachen am wahrscheinlichsten ist, und setze die abweichenden Quellenangaben bei:
v_/
1 aki,
\L/ f
2 iyen,
3 somök,
4 änwän,
5 mut,
6 11 a (L. 9),
7 isupa (L. 6, W. 9),
KJ
8 sise (L. 7),
9 seges (L. 8, W. 8),
10 täman,
11 täman aki (W. 7),
20 tigitem (W. 6),
21 tigitem aki,
40 häradam (W. 10),
41 häradam aki (W. 11),
\Ü !
42 häradam iyen (W. 12),
43 häradam o somök (W. 13),
44 häradam änwän (W. 14),
45 häradam mut (W. 15),
46 häradam o 11a (W. 16),
47 häradam jsupa (W. 19),
49 häradam o seges (W. 18),
51 häradam o täman aki (W. 17),
60 llatem (W. 30),
80 sitem (W. 40),
100 boyäl(a) oder boyaleda (W. 50 u. IOOJ. 1 )
Die zusammengesetzten Zahlen sind ursprünglich durch das alte Bindewort o (vgl. Nandi ok) gebildet; lautet das zweite Wort vokalisch oder mit einem an
9 Für „1000“ wird 100 mal 10 gesagt, nach Kannenberg bughala jeraman-umgush; die letztere Form für „10“ hat auch Last als taman mgosh, was also nicht, wie Meinhof anzunehmen scheint (Ndorobo S. 123), aus einem Bantuwort mugosi 0. ä. „Mann“ mißverstanden sein dürfte.
derselben Stelle wie der Auslaut des ersten Wortes artikulierten Konsonanten an, so ist dasBindewörtchen verloren. Die Zählmethode ist ziemlich rein vig e - simal, aber deutlich aus einer Dezimalen entstanden.!) häradam „40“ und vielleicht auch tigitem „20“ dürften dem Masai entlehnt sein; die letzte Silbe ist aus täman „IO“ entstanden. Was 40, 60, 80 anbetrifft, so gibt Kannenberg die für die vorliegenden Formen natürlich nicht zutreffende Erklärung als Multipla von 20, teilt aber seine Formen nicht mit (a. a. O., S. 166); die Zusammensetzung von 20 mit täman hat er schon richtig gesehen. Die Zahlwörter werden nachgestellt.
4. Pronomen.
Die von Last angegebenen absoluten und, aus den Formen zu schließen, emphatischen Personalpronomina lauten:
anini ich, esesa wir
alabasa du, asalene ihr,
kwiyen er, gowa sie;
1 nach den im Wörterverzeichnis mitgeteilten Parallelen aus verwandten Sprachen können nur die Formen der 1. und 3. Pers. Sing, und der 1. und 2. Pers. Plur. als einigermaßen sicher angesehen werden. Die von Last weiter angeführte Form adeni „von mir“ vermag ich nicht zu erklären (a Genitivpartikel, ni j „ich“).
Das Possessivum folgt seinem Regens. In der attributiven Form wird offenbar eine Grundform des Personalpronomens suffigiert z.B. amana-ni „mein I Kleines“ (Last: Kind). Vgl. auch kalemoda-nu „mein
' o
Weib“ (Last: Frau) zu Nandi-P'ormen wie sesen-nyö „mein Hund“ (Hollis S. 185). Die Prädikativformen sind durch allerlei Afformative weiter entwickelt, werden übrigens auch in attributivem Sinne gebraucht z. B. diwiga nana „sein Sklave“ oder „ihre Sklaven“, (für beide Numeri und Genera, nach Werther).
Vom Demonstrativum gibt Werther nunu i „dieser, diese“, dida „jene“ (fern.) für beide Numeri.
| Sie werden nachgestellt z. B. j side nunu „dieser Mann“,
büneda nunu „diese Leute“, kademga dida „jene Frau“
O
Nach den Vokalen zu urteilen, dürften die Entfernungsbegriffe eher umgekehrt zu verstehen sein.
Die P'ragepronomina siehe im Wörterverzeichnis.
5. Verbum.
: Es ist nicht möglich, sich aus den von Last und
Werther mitgeteilten Verbalformen ein klares Bild
9 Charakteristisch ist, daß Werther nach „5“ mut statt , der gewünschten „6“ sofort tigitem „20“ zur Antwort bekam.