Teil eines Werkes 
T. 1 (1911) Aufgaben und Verlauf, die Karte, Ergebnisse der Sammlungen, Ethnographisches / von Fritz Jäger. Mit Beitr. von A. Wedemeyer ...
Entstehung
Seite
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gikaSchuh, PI. gika, buadikaBruder, gidamudigaSchmiedekaste, g Singular -ant (-ent, -end, -ind), Plural -eg (-ek):

sogeantKauri, PI. sogeg, soskiantKörbchen, ramerantPfeilspitze, balentKnabe, tarietendVogel, gonindSchröpfhorn.

Bemerkung: Als Kollektivum gehört hierher: beek Wasser.

C. 6. Singular -ek (-ik, -uk), Plural -egi:

awiekTochter PI. awegi,

balodjikSohn,

. _

ngadisikHäuptling, König, kesitukZahn.

7. Singular -s, Plural -sen:

amuasgut, PL amiasen, 1 ) kuagwisHirte.

D. 8. 2 ) Singular -daos, Plural -da:

guargwedaosalterMann, PI. guargweda. Einige Plurale werden von anderem Stamm ge­bildet als der Singular z. B. tetOchsen, Sing, kilukt, bünidaMänner, Sing, sida (in beiden Bei­spielen auffälligerweise mit demselben Klassensuffix).

Dialektische Verschiedenheiten scheinen im Suffixwesen in ziemlichem Umfange vorzuliegen. Meist wird in der in Ufiome gesprochenen Mundart noch ein erweiterndes a-Suffix Kl. 1 beobachtet z. B.

in Manati.

in Ufiome.

Hirse . .

. bog,

boga,

Haus . .

get,

geda,

Dorf . .

ganid,

/

ganida,

Bestattung

punged,

punged a,

Bohne .

sayorod,

sayoroda,

Honig .

kamuniend,

kamunianda,

Sklave .

serenien,

salenienda.

Umgekehrt fehlen mitunter der Fiome-Aussprache

sowohl die lingualen wie velaren Suffixe des Manati-

diaiekts, z. B.

Gemüse in

Manati norid,

in Ufiome nor,

Tabak

,, tumbatit, ,, ,, tumbat,

Pennisetum ,,

,, kiwereg, ,, kiwele.

Grammatisches Genus existiert nicht, z. B.

mboitaBock undZiege. Das natürliche Ge­schlecht wird sonst teils durch den Gebrauch ver-

b Von Last als Sing. fern, angegeben, was nach Analogie des Nandi sicher falsch ist.

2 ) Vgl. Hollis, Nandi S. 175ff.

schiedener Stämme, teils durch nominale Attribute bezeichnet, z. B. kudietHund, Hündin; soll ein männlicher Hund besonders bezeichnet werden, so heißt es kudiet täkutit. Vgl. jedoch nduk < * n-luk Kuh zu ki-luk-tOchse.

Besondere Kasus formen bestehen gleichfalls nicht. Der Subjektsnominativ steht vor dem Verbum,

: der Akkusativ nach demselben. Beispiele: 1 )

j side nunu gölasa diwiga nana,

Mann dieser schlägt Sklaven seinen; büneda nunu gölasa diwiga nana,

; Leute diese schlagen Sklaven ihre;

j kademga dida gögasa diwiga nana,

1 Frau diese liebt Kind ihr.

J Diese Beispiele zeigen zugleich die Sandhi- veränderungen der unbetonten Vokale.

Der Genitiv wird durch die lediglich kopulative | Präposition a (s. u.) mit seinem Regens verbunden z. B. a bwabaeines Vaters, hayod a hutdas Kleid des Mädchens, hayod a katemodadas Kleid des

o

Weibes. Bei oft gebrauchten Verbindungen fällt a weg z. B. hayod hadigMännerschurz, gaded ! nasantHanfpfeife, oldawas - endaEnte (enda IFluß), gabiiyaSchwester (iiyaMutter). Soll eine i Herkunft deutlicher bezeichnet werden, so kann (nach ! Last) gesagt werden: origet a bwabavon einem

i W

i Vater, wobei origet als richtunggebendes Nomen regens zu a von dem in den meisten nilotohamiti- i sehen Sprachen vertretenen Wortstamm orWeg

! abgeleitet ist (mit doppelter Suffigierung nach Kl. 6 und 2).

| 2. Adjektivum.

1 Echte Adjektiva scheinen dem Tatoga zu fehlen.

| Ein großer Teil der in adjektivischer Bedeutung ge­brauchten Formen lauten mit akzentuiertem a an und sind deshalb als Substantivstämme (natürlich ohne Klassensuffixe) im Genitivverhältnis aufzufassen. Dazu ! würde auch ihre entschieden nominale Pluralbildung | stimmen (s. oben Klasse 7). Beispiele:

! amiasgut, schön, amuinschlecht, häßlich,

! äho, ähaugroß, ämananklein,

I w

! ageanlang, anoaskurz,

: ädurumanschwer, anwascharf.

Andere Adjektiva sind Verba z. B. gohesafaul,

: gwöunafremd. Diese Formen erinnern merkwürdig

1 - an die zahlreichen mit gu (go) präformieiten Adjek- ! tiva des Mbulunge.

Das attributive Adjektiv folgt seinem Substantiv und verliert das Präformativ a z. B. katemoda hau

Nach Werther a. a. O., S. 492.

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