Teil eines Werkes 
T. 1 (1911) Aufgaben und Verlauf, die Karte, Ergebnisse der Sammlungen, Ethnographisches / von Fritz Jäger. Mit Beitr. von A. Wedemeyer ...
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spricht. Die übrigen werden um bedeutend größere Beträge herabgesetzt. Auch die Höhe des See- spiegels wurde noch etwas herabgesetzt, weil die Siedethermometermessungen um i Y? P einen 211 hohen Wert ergeben haben dürften. Fast gleich­zeitig ergab nämlich auf dem Jaegergipfel die Ane- roidablesung einen 19m höheren Wert als die Ab­lesung morgens 8 a. Leider sind auf der Karte einige Zahlen am Elaneirobi falsch eingetragen. Sie müssen nach Tabelle III verbessert werden.

y. Genauigkeit der Höhenzahlen.

Wie groß ist die Genauigkeit der berechneten Höhen? Ihr Fehler setzt sich zusammen aus der Un­sicherheit des beobachteten Luftdruckes und den zu­fälligen klimatischen Fehlern, die die Berechnung beeinflussen. Die systematischen klimatischen Fehler sind ja durch die Kohlschüttersche Methode berücksichtigt. Die zufälligen klimatischen Fehler einer aus einer einzigen Beobachtung berechneten Höhe betragen nach Kohlschütter 6 bis 13 m. Für meine Beobachtungen wird man eher einen größeren Wert des Fehlers annehmen müssen. Die starken Ab­weichungen verschiedener Beobachtungen an einem Orte zeigen, daß die klimatischen Schwankungen doch noch nicht hinreichend berücksichtigt sind, sei es, daß stärkere, zufällige Fehler auftreten, oder daß die Kohlschütterschen sowie die in Tabelle V Spalte 1 angenommenen Korrektionen für die be­treffenden Gegenden nicht recht passen.

Die in Tabelle III angegebene Unsicherheit der Beobachtung ergibt, da 1 mm Luftdruck je nach der Höhe eine Höhenstufe von 10 bis 20 in ent­spricht, beim größten Teil unserer Beobachtungen ungefähr 15 m Höhenfehler. Eine um 1 mm fehler­hafte Beobachtung ergibt also meist einen größeren Höhenfehler, als er durch die klimatischen Unregel­mäßigkeiten hervorgerufen wird. Da beide Fehler völlig voneinander unabhängig sind, werden sich die Fehler in der Regel nicht addieren, sondern teilweise aufheben. Man wird also bei einer Un­sicherheit des Luftdruckes von 1 mm mit 20 bis 25 m Höhenfehler zu rechnen haben. Bei der Mehr­zahl der Zwischenhöhen aber, wo nur i.Aneroid ab­gelesen wurde, ist die Unsicherheit des Luftdrucks und daher der Höhe noch größer, hier sind Höhen­fehler von 30 und 40 m nicht selten.

Die große Unsicherheit ganzer Reihen von Höhenzahlen ist indes für viele Zwecke nicht von so wesentlicher Bedeutung. Ein großer Teil des Fehlers ist nach früheren Erörterungen ein syste­matischer Fehler, der für eine längere Reihe von Zahlen derselbe bleibt; die zufälligen Fehler sind geringer, d. h. die relativen Höhen vieler Punkte

sind wesentlich genauer bekannt, als ihre absoluten Höhen.

Das Gesagte gilt für die unausgeglichenen Höhen in Spalte 15 der Tabelle V. Durch den Aus­gleich aber erhalten große Reihen der definitiven Höhenzahlen eine wesentliche Verbesserung. Mehr­fach ergibt sich eine gute Übereinstimmung der zu verschiedenen Tagen oder zu verschiedenen Jahres­zeiten gemessenen Höhen eines Punktes z. B. i n Iraku, im Land des Akida Mausa und im Winter­hochland. Hier zeigt die Übereinstimmung der Höhen, daß die Unsicherheit in den Barometer­ständen erheblich zu groß angenommen war, daß der Aneroidstand in beiden Fällen ziemlich richtig korrigiert ist. Durch diese Feststellung gewinnt nicht nur die eine Beobachtung, sondern eine ganze Reihe von Beobachtungen vor und nachher wesentlich an Sicherheit und wir können ihren Höhenfehler be­deutend geringer ansetzen.

Nur vor einem Trugschluß muß man sich dabei hüten. Die Übereinstimmung zweier Beobach­tungen an einem Ort beweist gar nichts, wenn etwa die Aneroidkorrektion der einen Beobachtung aus der anderen abgeleitet wurde. Dies ist aber nach den Anmerkungen zu Tabelle II nur in seltenen Fällen geschehen. Meist wurden die Doppelbeob­achtungen nur zur Bestätigung einer schon auf andere Weise ermittelten Korrektion in Anspruch genommen.

Eine Berechnung des mittleren Fehlers der ein­zelnen Höhenzahlen hätte sich bei der Unsicher­heit ihrer Grundlagen nicht verlohnt. Ich habe ihn daher in Spalte 9 der Tabelle III schätzungsweise angegeben, damit man doch einen Anhalt über die Unsicherheit der Höhenzahlen gewinnt. Der Aus­gleich zeitlich verschiedener Beobachtungen an einem Ort erklärt, warum dieser Fehler oftmals kleiner ist als es der Unsicherheit des Luftdrucks in Spalte 6 entspräche. Im großen ganzen ist, trotz der Mangelhaftigkeit der Aneroide und der etwas spärlichen Siedethermometermessungen ein recht brauchbares Ergebnis unserer barometrischen Höhenmessungen herausgekommen. 1 )

hl Nach Drucklegung dieses Abschnitts hat Herr Dr.Wede­ln eye r meine vereinzelten trigonometrischen Höhenmessungen berechnet (S. 29). Da die Messungen ohne Signale ausgeführt wurden, erreichen sie lange nicht die Sicherheit, die unter günstigen Verhältnissen erwartet werden kann. Dennoch bieten sie eine Kontrolle, weshalb ich hier die barometrischen und die trigonometrischen Höhenzahlen zusammenstelle. Der barometrisch gewonnene Wert 1779 m für Ng III dient als

Fixpunkt. barometrisch trigonometrisch

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