48
spricht. Die übrigen werden um bedeutend größere Beträge herabgesetzt. Auch die Höhe des See- spiegels wurde noch etwas herabgesetzt, weil die Siedethermometermessungen um i Y? P einen 211 hohen Wert ergeben haben dürften. Fast gleichzeitig ergab nämlich auf dem Jaegergipfel die Ane- roidablesung einen 19m höheren Wert als die Ablesung morgens 8 a. Leider sind auf der Karte einige Zahlen am Elaneirobi falsch eingetragen. Sie müssen nach Tabelle III verbessert werden.
y. Genauigkeit der Höhenzahlen.
Wie groß ist die Genauigkeit der berechneten Höhen? Ihr Fehler setzt sich zusammen aus der Unsicherheit des beobachteten Luftdruckes und den zufälligen klimatischen Fehlern, die die Berechnung beeinflussen. Die systematischen klimatischen Fehler sind ja durch die Kohlschüttersche Methode berücksichtigt. Die zufälligen klimatischen Fehler einer aus einer einzigen Beobachtung berechneten Höhe betragen nach Kohlschütter 6 bis 13 m. Für meine Beobachtungen wird man eher einen größeren Wert des Fehlers annehmen müssen. Die starken Abweichungen verschiedener Beobachtungen an einem Orte zeigen, daß die klimatischen Schwankungen doch noch nicht hinreichend berücksichtigt sind, sei es, daß stärkere, zufällige Fehler auftreten, oder daß die Kohlschütterschen sowie die in Tabelle V Spalte 1 angenommenen Korrektionen für die betreffenden Gegenden nicht recht passen.
Die in Tabelle III angegebene Unsicherheit der Beobachtung ergibt, da 1 mm Luftdruck je nach der Höhe eine Höhenstufe von 10 bis 20 in entspricht, beim größten Teil unserer Beobachtungen ungefähr 15 m Höhenfehler. Eine um 1 mm fehlerhafte Beobachtung ergibt also meist einen größeren Höhenfehler, als er durch die klimatischen Unregelmäßigkeiten hervorgerufen wird. Da beide Fehler völlig voneinander unabhängig sind, werden sich die Fehler in der Regel nicht addieren, sondern teilweise aufheben. Man wird also bei einer Unsicherheit des Luftdruckes von 1 mm mit 20 bis 25 m Höhenfehler zu rechnen haben. Bei der Mehrzahl der Zwischenhöhen aber, wo nur i.Aneroid abgelesen wurde, ist die Unsicherheit des Luftdrucks und daher der Höhe noch größer, hier sind Höhenfehler von 30 und 40 m nicht selten.
Die große Unsicherheit ganzer Reihen von Höhenzahlen ist indes für viele Zwecke nicht von so wesentlicher Bedeutung. Ein großer Teil des Fehlers ist nach früheren Erörterungen ein systematischer Fehler, der für eine längere Reihe von Zahlen derselbe bleibt; die zufälligen Fehler sind geringer, d. h. die relativen Höhen vieler Punkte
sind wesentlich genauer bekannt, als ihre absoluten Höhen.
Das Gesagte gilt für die unausgeglichenen Höhen in Spalte 15 der Tabelle V. Durch den Ausgleich aber erhalten große Reihen der definitiven Höhenzahlen eine wesentliche Verbesserung. Mehrfach ergibt sich eine gute Übereinstimmung der zu verschiedenen Tagen oder zu verschiedenen Jahreszeiten gemessenen Höhen eines Punktes z. B. i n Iraku, im Land des Akida Mausa und im Winterhochland. Hier zeigt die Übereinstimmung der Höhen, daß die Unsicherheit in den Barometerständen erheblich zu groß angenommen war, daß der Aneroidstand in beiden Fällen ziemlich richtig korrigiert ist. Durch diese Feststellung gewinnt nicht nur die eine Beobachtung, sondern eine ganze Reihe von Beobachtungen vor und nachher wesentlich an Sicherheit und wir können ihren Höhenfehler bedeutend geringer ansetzen.
Nur vor einem Trugschluß muß man sich dabei hüten. Die Übereinstimmung zweier Beobachtungen an einem Ort beweist gar nichts, wenn etwa die Aneroidkorrektion der einen Beobachtung aus der anderen abgeleitet wurde. Dies ist aber nach den Anmerkungen zu Tabelle II nur in seltenen Fällen geschehen. Meist wurden die Doppelbeobachtungen nur zur Bestätigung einer schon auf andere Weise ermittelten Korrektion in Anspruch genommen.
Eine Berechnung des mittleren Fehlers der einzelnen Höhenzahlen hätte sich bei der Unsicherheit ihrer Grundlagen nicht verlohnt. Ich habe ihn daher in Spalte 9 der Tabelle III schätzungsweise angegeben, damit man doch einen Anhalt über die Unsicherheit der Höhenzahlen gewinnt. Der Ausgleich zeitlich verschiedener Beobachtungen an einem Ort erklärt, warum dieser Fehler oftmals kleiner ist als es der Unsicherheit des Luftdrucks in Spalte 6 entspräche. Im großen ganzen ist, trotz der Mangelhaftigkeit der Aneroide und der etwas spärlichen Siedethermometermessungen ein recht brauchbares Ergebnis unserer barometrischen Höhenmessungen herausgekommen. 1 )
hl Nach Drucklegung dieses Abschnitts hat Herr Dr.Wedeln eye r meine vereinzelten trigonometrischen Höhenmessungen berechnet (S. 29). Da die Messungen ohne Signale ausgeführt wurden, erreichen sie lange nicht die Sicherheit, die unter günstigen Verhältnissen erwartet werden kann. Dennoch bieten sie eine Kontrolle, weshalb ich hier die barometrischen und die trigonometrischen Höhenzahlen zusammenstelle. Der barometrisch gewonnene Wert 1779 m für Ng III dient als
Fixpunkt. barometrisch trigonometrisch
Olgeleruani (Ng Hl . . .
2460
2469
Lemagrut ci ... .
3 1 53
Ol Deani f . .
3200