Libreville.
Gabun und Ogowe.
^or den Blicken des Reisenden, der von Norden her nach dem Gabun kommt, entrollt sich beim Einlaufen des Schiffes in den Fluß ein großartiges Bild. Der Gabun ist an seiner Mündung 3^ Meilen breit und gleicht einer weiten Bucht, welche sich etwa ^0 Meilen südostwärts ins Land hineinzieht, eine Menge Flüsse und Flüßchen in sich aufnehmend. Während das niedrige Südufer von einem dichten Nizovhorenwald bedeckt ist, prangt das nördliche Ufer im Schmuck der üppigsten Tropenvegetation. Die Hügel sind mit schönen Busch - partieen bedeckt, aus welchen besonders die prächtigen Bambusgebüsche und die hohen, olivenfarbigen Luphorbien hervortreten, und statt des sumpfigen, mit Mangroven bestandenen Schlammbodens, welcher weiter nördlich überall das Ufer bildet, bespült hier das kristallklare Wasser sandiges, trockenes Land, auf welchen: stellenweise die prächtigsten Tropenbäume dicht am Ufer sich erheben und ihre Wurzeln in die Fluteu senken. Zur Linken erhebt sich in der Einfahrt, welche der nördliche Tlara-jDoint uud der südliche M'pongara - j)oint einschließen, der etwa 200 Meter hohe Bergkegel Bou^t, und „hinter den sanft ansteigenden, anmutig grün bewachsenen Hügeln zieren einige entferntere Bergkuppen den Hintergrund." ^) Mehrere kleine Inselgruppen, die Toniquet- und die
') Reinhold Luchholz' Reisen in !vest-Afrika. Ilach seinen hinterlassenen Tagebüchern und Briefen nebst einein Lebensabnß des verstorbenen von Karl ^cinersdorff. Leipzig, F. A. Brockhaus ^880, Seite ^7.