Die Napkolonie.
^M^enn man nach langer Seefahrt der Südküste Afrikas sich nähert, erblickt man fchon ans weiter Ferne den zwischen dem Teufelsbcrg und dem Löwenkopf emporragenden mächtigen Tafelberg, an dessen Fnße die Kapstadt liegt. Endlich ist das Ziel der Neise erreicht, und beim Einlaufen in die majestätische Bai entrollt sich eines der prächtigsten Landschaftsbilder, welche die Lrde auszuweisen vermag: zur Linken erstreckt sich ein hcllschimmernder Randstreifen, über welchen der Blick in die bläuliche Ferne schweift, tief hinein ins Land bis zu den Bergen, deren Umrisse nur verschwommen hervortreten — zur Nechten ragen schroffe, von der Brandung mit weißem Schaum bespritzte Felsen empor — in: Hintergrund blinken uns die weißen Häuser der Kapstadt entgegen, überragt von der gewaltigen Steinmasse des Tafelberges — und je tiefer wir in die Bai hineinfahren, desto belebter wird ringsum die Meeresfläche. Da liegen auf der Rhede Schiffe aller seefahrenden Nationen, da flattern englische, deutsche, französische, amerikanische, holländische, russische Flaggen, Kommando - ruf und Trommelschlag ertönt an Bord der Kriegsschiffe, an denen wir vorbeifahren, und unzählige kleine Boote umlagern die Dampfer, welche ihre Ladung löschen oder zur Weiterreise sich rüsten. Die einen bringen
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