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Handbuch des Deutschtums im Auslande : nebst einem Adressbuch der deutschen Auslandsschulen / hrsg. vom Allgemeinen Deutschen Schulverein zur Erhaltung des Deutschtums im Auslande
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262 Congostaat. Deutsche Konsulate. Deutsch-Südwestafrika.

Handel Deutschlands mit dem Congostaat 18971904. (Millionen Mark.)

Jahr

Einfuhr aus

dem Co

Ausfuhr nach ngostaat

Gesamt­handel

Deutsch­lands

Jahr

Einfuhr aus

dem Co

Ausfuhr nach ngostaat

Gesamt­handel

Deutsch­lands

1897 1398 1899 1900

1,3

1,7 3,2 4,7

0,6 1,0 1,0 1,2

2,4 2,7 4,2 5,9

1901 1902 1903 1904

5.9 7,2 9,0 11,3

0,8 0,6 0,5 0,3

6,7 7,8 9,5 12,1

Der deutsche Schiffsverkehr stand 1898^) an zweiter Stelle; er war wesentlich bedeutender als der sranzösische uud betrug 25 °/<, des Gesamtverkehrs.

JnCongo sran^ais bestand 1898 eine deutsche Firma. Der Handel Deutschlands ist infolge der hohen Differentialzölle, ähnlich wie in den andern französischen Kolonien, zurückgegangen. Im Schiffsverkehr stand Deutschland 1898 gleich hinter England an dritter Stelle.

In Libreville (Congo fran<?ais) besteht eine Verteilungsstelle des Deutschen Flottenvereins.

Deutsche Konsulate.

Buea: Der Gouverneur von Kamerun hat die Befugnisse eines General­konsuls für das Gebiet des Congo-Staates; Ressort: San Paolo de Loanda (Berufs-) Konsul a. i., das französische Congo-Gebiet, mit Ausnahme des Amts­bezirks des Konsuls in Libreville. (Vgl. Portugiesisch-Westafrika, Angola.) Libreville, Konsul, die sranzösische Besitzung am Gabun.

XI. Deutsch Südweilafrika.

(Denkschrift über die Entwicklung der deutschen Schutzgebiete, 1903/1904, S. 7988, und

Anlagen, S. 256321.)

In dem Gebiete zwischen Oranje und Kuuene, das früher Angra-Pequena, dann Lüderitzlcmd hieß und jetzt amtlich als das deutsch-südwestasrikanische Schutz­gebiet bezeichnet wird, haben deutsche Missionare bereits im Jahre 1804 zu wirken begonnen. Die Rheinische Missionsgesellschaft, die hier 1842 ihre Tätig­keit eröffnete, zog schon im Jahre 1864 aus ihrem Grundbesitz in Otjimbingue die preußische Fahne aus und bat 1868 freilich vergeblich Preußen um Schutz und Hilfe gegen die fortwährenden Kämpfe der Eingeborenen untereinander. Die erste Besitzergreifung feiteus einer europäischen Macht erfolgte, als im Jahre 1878 ein englisches Kriegsschiff in der Walfischbai die Flagge hißte und das Land auf 15 Meilen Umkreis für englisches Gebiet erklärte.

Im Jahre 1882 begann dann F. A. E. Lüderitz aus Bremen hier seine Handelsuuternehmungen; er erbat bald für sich den Schutz des Reiches, der ihm unter gewissen Bedingungen auch zugesagt wurde. Als er daraus am 1. Mai 1883 den Hafen Angra-Peqnena nebst 10 Quadratmeilen Landes mit allen

Neuere Angaben scheinen nicht erreichbar zu sein, y Für das Jahr 190405 konnte infolge des Aufstandes kein Bericht ausgegeben werden.