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IV. Ostafrilm.
1. Portugiesisch Ostafrika/)
Guellen:
1. ^li>um <>K e-5tati8tio» xrspdica äos eawiutt0L cjs tsri-0 (Zo u! t-raiuar. I^i-jbo-i 1ö05.
2. Liblloiequv iut«rr>ationals eolonials. Ki'uxs1Iö8 1901.
3. l^usLtivus ciipIowatiquc-8 et coI^r>iÄls8.
4. LwUL^vitl T'Ädlvs a. a. O.
ö. H. Meyer, Die Eisenbahnen im tropischen Afrika.
6. Konsulats- und Handelsberichte.
7. ^ouvvwents sssoAlapbiques.
8. Finanzherold.
I. Entwicklung und Stand.
Die Eisenbahnen von Portugiesisch Ostafrika erhalten ihre Bedeutung hauptsächlich durch die Verbindung mit dem englischen Eisenbahnnetz in Südafrika. Die kurze Strecke Louren<?o Marques-Komati Poort ist die natürliche Verbindung von Transvaal mit dem Indischen Ozean und die Strecke Beira-Umtali hat in der Hauptsache nur die gleiche Bedeutung für Rhodesia. Im Jahre 1891 hatte sich Portugal in einem Vertrage mit England verpflichtet, eine Bahn von Beira aus uach irgend einem Punkte der Grenze von Mashonaland zu bauen. Auch das augenblicklich gerade in einem neuen Gesetzentwurf die Kortes beschäftigende Projekt zum Bau einer Bahn von Ouelimane zum Shire Fluß ist nur die gegebene Verlängerung der Shire-Highland-Bahn vom British Central Africa Protectorate (s. d.), denn die Schiffbarkeit des Shire und Zambesi verschlechtert sich von Jahr zu Jahr. (f. Anlage v. 3.) ^"la^
Die Länge der Bahn von Louren^o Marques nach Komati Poort beträgt 89 Km. Eine neue Strecke von diesem wichtigsten Hafenplatz der Kolonie nach Szwazi- land befindet sich im Bau, und die Erdarbeiten haben nach dem neusten Berichte bereits beträchtliche Fortschritte gemacht. (Vergl. Abschnitt über die Kapbahnen.) Die Strecke Beira bis zur Rhodesischen Grenze ist 330 Km lang, bildet aber nur einen Bestandteil der Bahnen der Mashonaland- und Beira-Railway Co., deren Gesamt- bahnlange in den: Ltatistioal ^I)8t,raot ew. für das Jahr 1905 auf 618 Km angegeben wird, das ist für die Strecke bis Salisbury in Rhodesia. Seit der Eröffnuug der Strecke Kalomo-Broken Hill aber hat diese Gesellschaft nach neuesten Angaben ca. 830 Kni eigene Linien und ca. 2240 Km fremde Bahnen im Betrieb. (Vergl. den Abschnitt über Britisch-Südasrika.)
II. Sau und Ketriev.
Die gesamten Baukosten für die Linie Lourenyo Marques-Komati Poort werden auf 6 912 173 das wären für 89 Km 77 665 in anderen Quellen wird 86 190 Pro Km angegeben. Die Spurweite beträgt 1,06? m. Der Bau hat vier Jahre in Anspruch genommen) das ergibt pro Jahr eiuen Fortschritt von 22 Km. Die Strecke Beira-Umtali hat anfänglich mit 0,e5 m Spur im ganzen 15 611 000 das ist 52285 -F. pro Km, gekostet. Da aber wegen des Anschlusses an die Rhodesiabahnen ihr Umbau auf Kapspur notwendig wurde, hat sie abermals eine Ausgabe von 17 Millionen Mark erfordert, oder 52 785 ^L. pro Km. Im ganzen stellen sich also die Baukosten auf 105 070 »F. pro Km. Der Bau dieser Strecke hatte überhaupt mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, weil der östliche Teil der Linie durch sumpfiges Gebiet führt, und die Schwellen an
) S. die Kartenskizze auf S. 104.