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Da Konatri, eineil vorzüglichen Hafen besitzt und fieberfrei ist, verspricht es ein hervorragendes Eingangs lor fiir Westafrika zu werden.
VI. Strateg! sch-poUtische Kedentung.
Bei Bewilligung der großen Summen für den Bahnban sind strategische uud politische Gesichtspunkte in Betracht gezogen worden. Man wollte einer englischen Sierra Leone-Bahn zuvorkommen und das Übergewicht des französischen Einflusses in dem großen Gebiet des oberen Niger sichern und verstärken.
VII. Projekte.
Die Fortsetzung der Bahn bis zum Niger ist, wie bereits erwähnt, zwar noch nicht im Bau, aber finanziell schon gesichert. Wenn sie einmal ausgeführt ist, so wird die Guiuea-Bahu zusammen mit der Kayes—Niger- und Seuegal-Bahn eiue überaus wichtige Verkehrsader für deu Handel nach und vom Innern des an Pflanzlichen und mineralischen Produkten reichen oberen Nigergebietes und des westlichen Afrika überhaupt werden.
4. Sierra Leone.
Guellen.
?ap6i's relativ^ to t,b.s LvQSt.ruot.ioii vk Rail^ays in Lisri'g>-I^uue, I^os, auä tds Aolä Ooast. Dezember 1904. London. (Amtlicher Parlamentsbericht, zitiert als ,.?kvsrs"): ?nrl. Od. 2325.
kolonial Rsvorts ^.nuual.
Lwtistieal ^.bLtraot kor tds ssvernl Lritisli tüolovivs ste. 1891—190b.
(Englisches Blaubuch 1906). Ein deutscher Konsulatsbericht aus Monrovia. Lullstin 6u Ovmits äs trtmo,aiss 1901.
Zeitschrift für Kolonialpolitik, Kolonialrccht und Koloninlivirtschaft.
Nov. 1906. v. Kürchhoff.
I. Gntwickelung und Stand.
Da die räumlich sehr beschränkte englische Kolonie Sierra Leone durch die Ablenkung ihres Handels nach der französischen Konakry-Niger-Bahn sich in ihrem wirt-
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schaftlichen Bestände stark bedroht sah, beschloß sie selbst durch einen Eisenbahnbau die Entwicklung des Landes zu fördern. Zu diesem Zweck trat sie 1893 mit der Firma Shelford Ä Sons in Verhandlungeu, deren Erfolg der Beginn der Vermessungsarbeiten noch im selben Jahre
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