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Trace die Berücksichtigung eines späteren Ausbaus auf die algerische Spurweite gefordert.
Die Betriebsform wird, wenn das Projekt als Unterlage für den Bahnbau dienen sollte, nach den Bestimmungen der Algeciras-Atte zu regeln sein.
Die Wahl der Linien des Projektes ist sowohl nach politischen sowie geographischen und nicht zum wenigsten nach den wirtschaftlichen Verhältnissen erfolgt. In französischem Interesse und besonders in dem von Algiers läge es, nach Bourrat, zuallererst die Verlängerung von Sidi-el-Abbes über Tlemcen nach Fez und dem Atlantischen Ozean zu bauen, mit einer Zweiglinie nach dem Küstengrenzort Nemours. Später würde als Nebenlinie der Strecke Fez-Merrakech die Verbindung nach dem Kap Ghir hinzukommen. Marokko wird gerade in seinen Verkehrsbeziehungen in gewisser Abhängigkeit von Frankreich bleiben, denn seit der Besetzung von Tuat wird einer der wichtigsten Brennpunkte des Verkehrs in der Sahara in französischen Händen sein, es wird Marokko ein Teil seines Hinterlandes entzogen, vor allem aber wird ein neuer großer Teil der nomadischen Wüstenbewohner in Abhängigkeit von Frankreich kommen' denn diese können dieser Oasen als Stütz- und Rastpunkte, als Stellen, von welchen und über welche sie sich mitDatteln und den unentbehrlichen Brotstoffen versehen, nicht entbehren. Von Figig aus kommt die OasengrirpPe von Tafilelt, das Stammland der in Marokko herrschenden Dynastie, in Betracht. Man ziehe dazu in Erwägung, daß es eben auch nach jahrzehntelangen Bemühungen den Franzosen gelungen ist, endlich die Verbindung durch die Sahara zwischen Algerien und dem Sudau herzustellen. Man beachte ferner, daß die Franzosen zurzeit sich anschicken, auch vom Senegal aus ihren Einfluß über die große Wüste auszubreiten und zu befestigen. Die völlige Isolierung Marokkos gegen Jnnerafrika erscheint dem Abschluß nahe.
II. MestasriKll.
Die spanischen Besitzungen Rio de Oro und Spanisch-Guiuea sowie Portugiesisch-Guinea und Englisch-Gambia kommen ebensowenig wie die an der Westküste liegenden Inseln mit Ausnahme von San Thoms für Eisenbahnen und Eisenbahnprojekte in Betracht.
1. Senegal.
Guelle«:
Kourrat a. a. O.
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l'exereieo 1907. Lbamors äv8 Veputs8 (6srvai8) Lsoat (Lt.
6srwsiv).
likpport3 . . . äv3 buä^st3 Ävnoxs8 au ebsmio. äs kor st du port äs Ksumou st tZu ebsmio äs ksr äu. Louäan, sxereies 1907 (I-aursilis).
I. Glüwicklung und Stand.
Die Eisenbahnpläne für das Senegalgebiet sind schon alt. Als erster faßte Faidherbe einen solchen, der dahinging, den Senegal mit dem Niger zu verbinden, nachdem schon 1851 der Gründer von Dakar, Pinet-Laprade, angeregt hatte, von dieser Stadt mit ihrer guten Reede aus