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Peter Moors Fahrt nach Südwest : ein Feldzugsbericht / von Gustav Frenssen
Entstehung
Seite
170
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Es gab in den vier Tagen, die wir noch in diesem Lager blieben, dreimal am Tag Fleisch von schlappen Ochsen und Reis; andre Lebensmittel waren nicht da. Wasser war zwar genug vorhanden, da aber der Feind wochenlang und in Massen, samt seinen großen Viehherden, um diese Wasserlöcher ge­haust hatte, waren sie ganz verschmutzt. So kam es, daß in wenigen Tagen der zehnte Mann an der Ruhr erkrankte. Ich blieb leidlich gesund; aber als ich unter einem Busch ein wenig Gras für mein ver­hungerndes Pferd suchte, bekam ich einen Dornstich in die Hand, die schnell anschwoll und einige Tage schlimm aussah. Es war offenbar die ganze Gegend verpestet: Wasser, Erde, -Busch und Luft.

Dann kam die Nachricht, daß der Feind nach Überwindung und Umgehung der großen Durststrecke, auf der Tausende von ihm umgekommen waren, weit im Osten, am jenseitigen Rand des Sandfeldes, an