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Die Eisenbahnen Deutsch-Südwestafrikas und ihre Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Kolonie / von Erich Quiring
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über die für die Ankaufssumme in Rechnung zu stellenden Zinsen r dazu kommt eine von der Gesellschaft zu entrichtende Über­gangsabgabe aus dem Verkehr über Karibib von und nach dem Hafen, darin begründet, daß durch die Einstellung des Staats­bahnbetriebes auf der unteren Strecke die Otavi-Bahn eine Verkehrs- und Nutzungssteigerung erfährt. Nach Fertigstellung der Umbaustrecke KaribibWindhuk ist auch hier eine Ein­nahmesteigerung durch die bessere Rentabilität und Beförderung zu erwarten. Ferner werden die vermehrten Zolleinnahmen herangezogen, die bereits im Jahre 1909 3 1 / 2 Mill. Mk. in den Finanzplan für die Verkehrsumgestaltung einzustellen gestatteten und die für die nächste Zeit etwa 56 Mill. Mk. jährlich zu­steuern dürften, nach Abzug der für den Ziviletat notwendigen Summen. Der Rest wird durch eine Anleihe aufgebracht. Der Gesamtbedarf für die Erledigung des ganzen Verkehrsprogramms wird mit 76 Mill. Mk. berechnet, wovon das Schutzgebiet bis 1915 34 Mill. Mk. selbst aufbringen soll. Die überbleibenden 42 Mill. Mk. sollen auf dem Wege der Anleihe der Kolonie zugeführt werden, die den Anleihedienst selbst zu versehen hat. Diese Summen reichen hin, auch einen etwaigen erheblichen Betriebszuschuß für die ganze Neubaustrecke zu begleichen, und so bleibt der Ziviletat des Schutzgebietes balanciert.

Der Haushalt des Mutterlandes erfährt hierbei eine Ent­lastung durch die infolge der Nord-Südbahn ermöglichten Truppenverminderung, ohne daß er durch den Anleihedienst für diese Bahn in Anspruch genommen wird. Ferner wird zu den Militärlasten insofern ein Zuschuß gebracht, als von der Truppe 3 Eisenbahnbaukompagnien bei der Neubaustrecke Verwendung finden, für deren Arbeit jährlich etwa 480 000 Mk. entrichtet werden muß, also für die drei Baujahre 1440 000 Mk. Die Er­sparnis aus der Verminderung der Streitkräfte wird bis 1919 mit 20440000 Mk. berechnet, Gesamtersparnis also 21880000 Mk.

Aus dem Vertrag mit der Otavi-Minen- und Eisenbalm­gesellschaft wollen wir die wichtigsten Punkte herausgreifen. Der Kaufpreis für die Strecke Swak.Tsumeb und OtaviGroot- fontein, auf deren Übernahme die Gesellschaft im Interesse ihrer Muttergesellschaft bestand, beträgt rund 25 Mill. Mk. (ein-