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Die Eisenbahnen Deutsch-Südwestafrikas und ihre Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Kolonie / von Erich Quiring
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Widerstand niederzuzwingen. Mit dem Tode Morengas ist der Aufstand in der Hauptsache als erloschen zu betrachten (1907). Schon seit Ende des Jahres 1905 war die Zivilverwaltung wieder eingerichtet, und man ging sofort an den wirtschaftlichen Wieder­aufbau des von dem Aufstand betroffenen Landes. 1 )

Es war besonders dieser letzte Krieg, der die Notwendigkeit von Eisenbahnen schon vom politisch-strategischen Standpunkte aus klarlegte und auch den Anstoß gab zum Bau des größten Teils der bestehenden Linien.

Die Entwicklung des Eisenbahnbaues in den deutschen Kolonien in den letzten Jahren zeigt die folgende Tabelle, in der die jeweilige Summe der Bahnkilometer ohne Berücksichtigung der verschiedenen Spurweiten angegeben ist.

Im Betrieb:

Anfang 1903 Anfang 1909 Ende 1909

Kamerun 0 0 10S

Togo 164 164 196

Ostafrika 338 338 464

Südwestafrika 1250 1486 1599

Summe 1752 198S 2367

Im Bau:

Kamerun 160 520 412

Togo 0 175 143

Ostafrika 19 744 79 L

Südvvestafrika 169 113 0

Summe 318 1552 1346-)

Die erste Bahn Deutsch-Südwestafrikas und auch die älteste aller Bahnen unserer Schutzgebiete überhaupt wenn man von

der Usambara-Bahn in Deutsch-Ostafrika absieht, von der im Jahre 1894 erst 14 km eröffnet waren und die 1905 nicht mehr als 129 km im Betrieb hatte ist die Eisenbahn von Swakopmund nach Windhuk. Swakopmund ist außer dem Hafen Lüderitzbucht die einzige größere Anlegestelle und hat sich, trotzdem die Landungsverhältnisse alles eher als günstig sind, schnell zu einem Platz von Bedeutung entwickelt infolge seiner guten Lage un-

») 0. Köbner. Kolonialpolitik, Jena (Gust. Fischer) 1908, S. 55 ff. 2 ) Die letzten Zahlen s. S. 39.