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Handbuch der geographischen Ortsbestimmung für Geographen und Forschungsreisende / von Adolf Marcuse
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Methoden zur geographischen Ortsbestimmung.

1);. Längenbestimmung aus Sternbedeckungen durch den Mond.

Die Methode der Längenbestimmung durch Beobachtungen von Sternbedeckungen bietet gerade für Forschungsreisende, welche topographische Landesaufnahmen ausführen, erhebliche Vorteile. Nächst der telegraphischen Längenermittelung (s. S. 247), welche für Expeditionen im allgemeinen nicht in Frage kommt, gewährt jene Methode die höchste Genauigkeit, da die geogra­phische Länge des Beobachtungsortes durch die sorgfältige Messung schon einer passenden Sternbedeckung innerhalb der Zeitsekunde genau ermittelt werden kann. Ferner sind die Beobachtungen des Eintritts und Austritts von helleren Sternen am Mondrande besondes leicht ausführbar, und zu ihrer Wahrnehmung können Fernrohre jeder Art mit mäßiger Lichtstärke, selbst bessere Krim­stecher verwendet werden. Endlich erfordern die Berechnungen von Sternbedeckungen eine nur geringe rechnerische Mühe, und die wesentlichen hierbei notwendigen Hilfsgrößen finden sich in den astronomischen Ephemeriden für jeden zur Bedeckung ge­langenden helleren Fixstern, sowie für den betreffenden Beob­achtungstag gültig berechnet vor. Allerdings wird man sich im allgemeinen nicht auf diejenigen Sternbedeckungen beschränken dürfen, welche die N. E. oder das N. J. in relativ geringer Zahl und mit genäherter Genauigkeit (s. Teil II, S. 67) angeben, sondern man muß auf die im Nautical Almanac (N. A.) sehr vollständig enthaltenen Elemente der Sternbedeckungen zurück­gehen, um fast für jeden Beobachtungstag die Möglichkeit einer Längenbestimmung aus Sternbedeckungen zu haben.

Wenn trotz des hohen Wertes dieser ebenso genauen wie expediten Methode die Längenermittelung aus Sternbedeckungen bisher noch nicht allgemein auf Reisen angewendet wurde, so lag dies in erster Linie wohl daran, daß der einfachen Beobachtung eine ziemlich umständliche, genäherte Vorausberechnung voran^ gehen mußte. Es gilt nämlich hierbei, stets die folgenden Daten festzustellen: erstens ob die betreffende Sternbedeckung überhaupt am Beobachtungspunkt sichtbar ist, zweitens zu welchen Orts­zeiten, bis auf die Zeitminute genau, Ein r und Austritt des Sternes