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Handbuch der geographischen Ortsbestimmung für Geographen und Forschungsreisende / von Adolf Marcuse
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Längenbestimmung: Allgemeines. 245

anwendbaren auf Reisen darstellen dürften, nämlich 1);. Längen- bestimmungen aus Sternbedeckungen durch den Mond, 2)a Längenbestinimungen aus Mondhöhen und 3);. Zeit­übertragungen mittels Chronometer.

Allgemeine Betrachtungen.

a) Längenbestimmungen mit cölestischen und ter­restrischen Signalen. (Indirekte Methoden.)

Zur Ermittelung des Ortszeiten-Unterschiedes in demselben absoluten Moment lassen sich zunächst solche gelegentliche Erscheinungen am Himmel verwenden, wie Mondfinsternisse und Verfinsterungen der Jupitertrabanten, welche überall auf der Erde, wo sie überhaupt sichtbar sind, auch in demselben Augenblicke gesehen werden. Da sowohl beim Einlaufen des Mondes in den Erdschatten als auch beim Eintritt der Jupiter­trabanten in den Schattenkegel jenes Riesenplaneten das Sonnen­licht den betreffenden Satelliten wirklich entzogen wird, und da die beim Durchlaufen des Erdhalbmessers verfließende Lichtzeit weit unterhalb der bei Längenbestimmungen dieser Art übrig bleibenden Beobachtungsfehler liegt, werden Anfang und Ende solcher Verfinsterungen an allen Erdorten praktisch im gleichen Moment beobachtet. Da ferner die Greenwicher Zeiten für Anfang und Ende solcher Verfinsterungen in den astronomischen Ephe- meriden gegeben sind, findet man aus der Vergleichung derselben mit den am Beobachtungsorte gemessenen Zeiten unmittelbar den Längenunterschied des letzteren gegen den Anfangsmeridian. Allerdings sind derartige Wahrnehmungen cölestischer Signale nur von sehr geringer Genauigkeit, weil die durch Übergänge vom Halb- und Kernschatten entstehenden Schattenbegrenzungen bei Verfinsterungen des Mondes und der Jupitertrabanten ziemlich verwaschen herauskommen.

Viel genauer lassen sich in derselben Art zur Längenbestim­mung andere plötzliche Phänomene am Himmel verwenden, welche zwar nicht für alle Erdorte gleichzeitig eintreffen, aber unschwer auf dasselbe Zeitmoment reduziert werden können. Solche Er­scheinungen entstehen, wenn der Mond entweder Fixsterne und Planeten oder die Sonne bedeckt, also infolge von Stern-