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Handbuch der geographischen Ortsbestimmung für Geographen und Forschungsreisende / von Adolf Marcuse
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190 Methoden zur geographischen Ortsbestimmung.

tungen im Vertikal des Polarsterns mit Vorteil zur Zeitbestimmung verwenden 1 ).

Was die weitere Spezialisierung der oben genannten secbs Methoden je nach der Breitenlage des Beobachtungsortes auf der Erde betrifft, so lassen sich in mittleren Breiten jene Methoden sämtlich, je nach den jeweilig herrschenden instrumentalen und meteorologischen Bedingungen (z. B. bei sehr ungünstiger Witte­rung Methode Nr. 5) individualisiert anwenden, während zur Zeit­bestimmung in äquatorialen Gegenden besonders vorteilhaft die erste Methode aus Höhenmessungen von Sternen in der Nähe des Ost-West-Vertikals benutzt wird.

Im folgenden sollen nun zunächst die beiden ersten Me­thoden zur Zeitbestimmung unter l) t und 2), welche auf Zenit­distanzmessungen beruhen, als besonders praktisch und einfach für Keisezwecke ausführlicher erörtert werden. Eine dritte Me­thode der Zeitbestimmung findet sich später unter 3) ( , 5),,, (s. S. 237) bei Erörterung der Aufgabe, Breite und Zeit zugleich aus den gleichen Zenitdistanzen von drei Sternen zu ermitteln, ein Ver­fahren, welches einen speziellen Fall der oben unter Nr. 3 ge­nannten Methode aus Messungen korrespondierender Zenitdistanzen verschiedener Sterne bildet. Eine vierte Methode endlich zur Zeitbestimmung findet sich ebenfalls später bei Gelegenheit der Ortsbestimmung ohne winkelmessende astronomische Instrumente (s. Anhang, II; 4)j), wobei es auf Durchgangsbeobachtungen von Sternen durch bestimmte Vertikalebenen ankommt, also auf eine Variation der oben unter Nr. 5 und 6 genannten Methoden.

1),. Zeitbestimmung durch Messung von Zenitdistanzen in der Nähe des ersten Yertikals.

Mit einem Universal für genauere oder mit einem Libellen­quadranten für genäherte Zeitbestimmungen sei am Orte von der Breite cp ein Gestirn mit bekannten a,d am Höhenkreise zur Uhrzeit U eingestellt, so daß e' die scheinbare, e die für Re-

') Für die praktische Verwendung dieser Methode sei auf Th. Alb recht, Formeln und Hilfstafeln für geographische Ortsbestimmungen, 3. Auflage, S. 24 bis 31, verwiesen. Ihre praktische Durcharbeitung rührt im wesent­lichen von Döllen her, der auch besondere Hilfstafeln und fortlaufende Sternephemeriden für jenen Zweck herausgegeben hat. (Fortsetzungen sind